Viele Menschen glauben immer noch: Nur wer in den eigenen vier Wänden wohnt, kann ruhig schlafen - vor allem im Alter, wenn die Immobilie abbezahlt ist. Doch stimmt das überhaupt? Von Lilli-Marie Hiltscher.
Du gibt jetzt einen Teil ab, und im Alter bekommst du ohne Job trotzdem Geld.
Nicht zwingend. Denn das Geld, was du heute einzahlst, geht direkt an die heutigen Rentner. Du bekommst im Alter nur Geld, wenn dann noch jemand einzahlt.
Inwiefern die zukünftige Auszahlung an deine ursprüngliche Einzahlung gekoppelt ist, wird durch die Politik beliebig festgelegt - Tendenz fallend, dank Demographie. Gleichzeitig musst du als junger Mensch heutzutage aber die größte Anzahl Rentner jemals schultern. Die Pyramide steht Kopf, das kann gar nicht funktionieren.
Geht’s du davon aus dass jeder der jünger ist als du stirbt?
Natürlich nicht. Aber jeder Alte muss auf mehrere Schultern verteilt werden, damit es für die Jungen von ihrem Arbeitseinkommen finanzierbar bleibt.
Das funktionierte toll, als man sich das System ausgedacht hat: Bevölkerungswachstum und vergleichsweise wenige Rentner, die einigermaßen früh starben. Die ‘Last’ der Rente weniger konnte auf viele Schultern verteilt werden.
Mittlerweile ist das nicht mehr so. Die Leute werden immer älter, beziehen also immer länger Rente, gleichzeitig nimmt der Anteil der jungen Leute an der Bevölkerung ab.
Dieses System funktioniert nur bei dauerhaftem Wachstum, insbesondere wenn die Leute auch immer älter werden. Glaubst du an ein System, das nur mit dauerhaftem Wachstum funktioniert?
Tatsächlich fraglich… wenn die junge Generation das Geld, das sie für das kriselnde Rentensystem aufbringen muss, einfach selber anlegen würde, bekäme sie mehr raus als das System am Ende für sie springen lassen kann.
Schau dir die Entwicklung bzgl Rentenniveau und Beiträgen mal an. Da ist seit Jahrzehnten offensichtlich der Wurm drin und keiner traut sich, es anzugehen. Stattdessen sind die jungen irgendwann die kompletten Deppen, wenn das System zusammenbricht, weil sie dann einerseits das umlagefinanzierte System weiter bedienen müssen, für die momentanen Rentner, die nix anderes haben, gleichzeitig aber auch selber für sich privat vorsorgen müssen, da das klassische System für sie nicht mehr funktionieren wird.
wie gut das funktioniert wenn Leute selber sparen sieht man ja im Artikel. Menschen sind einfach nicht gut darin, sich vorzustellen dass sie einmal alt sein werden und darauf entsprechend vorzubereiten.
Nur dass der Teil mit dem ‘im Alter dann mehr Wohlstand’ halt quasi nicht mehr stimmt.
Der Kommentar redet von was anderen. Du gibt jetzt einen Teil ab, und im Alter bekommst du ohne Job trotzdem Geld.
Da etwas mehr ist als nichts stimmt dies.
Nicht zwingend. Denn das Geld, was du heute einzahlst, geht direkt an die heutigen Rentner. Du bekommst im Alter nur Geld, wenn dann noch jemand einzahlt.
Inwiefern die zukünftige Auszahlung an deine ursprüngliche Einzahlung gekoppelt ist, wird durch die Politik beliebig festgelegt - Tendenz fallend, dank Demographie. Gleichzeitig musst du als junger Mensch heutzutage aber die größte Anzahl Rentner jemals schultern. Die Pyramide steht Kopf, das kann gar nicht funktionieren.
Wieso sollte es wenn du alt bist niemanden mehr geben der einzahlt. Geht’s du davon aus dass jeder der jünger ist als du stirbt?
Natürlich nicht. Aber jeder Alte muss auf mehrere Schultern verteilt werden, damit es für die Jungen von ihrem Arbeitseinkommen finanzierbar bleibt.
Das funktionierte toll, als man sich das System ausgedacht hat: Bevölkerungswachstum und vergleichsweise wenige Rentner, die einigermaßen früh starben. Die ‘Last’ der Rente weniger konnte auf viele Schultern verteilt werden.
Mittlerweile ist das nicht mehr so. Die Leute werden immer älter, beziehen also immer länger Rente, gleichzeitig nimmt der Anteil der jungen Leute an der Bevölkerung ab.
Dieses System funktioniert nur bei dauerhaftem Wachstum, insbesondere wenn die Leute auch immer älter werden. Glaubst du an ein System, das nur mit dauerhaftem Wachstum funktioniert?
mehr Wohlstand im Vergleich zu es gibt gar keine Rente
Tatsächlich fraglich… wenn die junge Generation das Geld, das sie für das kriselnde Rentensystem aufbringen muss, einfach selber anlegen würde, bekäme sie mehr raus als das System am Ende für sie springen lassen kann.
Schau dir die Entwicklung bzgl Rentenniveau und Beiträgen mal an. Da ist seit Jahrzehnten offensichtlich der Wurm drin und keiner traut sich, es anzugehen. Stattdessen sind die jungen irgendwann die kompletten Deppen, wenn das System zusammenbricht, weil sie dann einerseits das umlagefinanzierte System weiter bedienen müssen, für die momentanen Rentner, die nix anderes haben, gleichzeitig aber auch selber für sich privat vorsorgen müssen, da das klassische System für sie nicht mehr funktionieren wird.
wie gut das funktioniert wenn Leute selber sparen sieht man ja im Artikel. Menschen sind einfach nicht gut darin, sich vorzustellen dass sie einmal alt sein werden und darauf entsprechend vorzubereiten.