Satire ist ein Blickwinkel, der Missstände hervorhebt. Dazu können fiktive Nachrichten verwendet werden, in denen echte Probleme überzogen präsentiert werden, um sie sichtbar zu machen, machen aber nicht den Charakter der Satire aus. Insbesondere wenn die einschlägigen Medien den Sachverhalt beschönigt oder “professionell” neutral darstellen wollen, liegt es an der Satire, die unschönen Elemente hervorzuheben, praktisch den schönen saftigen Apfel von der anderen Seite zu zeigen.
Beispiel: “Mann, der jahrelang Leihmutterschaft bekämpfte, holt sich Baby von Leihmutter” setzt die Doppelmoral unverschleiert und unübersehbar in den Mittelpunkt. Sie ist nicht im Subtitel, nicht im Text, nicht zwischen den Zeilen, nicht gänzlich unter den Teppich gekehrt sondern Hauptgegenstand des Artikels. Diese drastische Betonung ist der Unterschied zwischen Satire und Nachrichten.
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Ich habs immer noch nicht verstanden
es geht darum dass viele politiker den postillon als vorbild verwenden anstatt als warnendes beispiel. dadurch nähert sich die realität an die satire an und der postillon wird zum nachrichtenmagazin.
Unsere Gesellschaft, allen voran die Politik, ist inzwischen so verkorkst, dass der Postillon oft nicht mehr wie überspitzte Satire wirkt, sondern wie ein journalistisches Magazin, das sein Publikum an Tatsachen erinnert, die von Populist*innen, Politiker*innen und Populärmedien unter den Tisch gekehrt und von denen abgelenkt wird.



