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Metall im Gebäck, Keime in Wurst, Viren auf Beeren: In Deutschland werden jährlich hunderte Produkte zurückgerufen. Wer informiert, wie schnell – und wie können sich Verbraucher schützen?

  • HaraldvonBlauzahn@feddit.orgOP
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    12 days ago

    Die Kontrolleure beaufsichtigen auch, ob Unternehmen ihre gesetzlich vorgeschriebenen Eigenkontrollen korrekt durchführen. Dass diese Selbstkontrolle nicht immer funktioniert, zeigt ein Fall, der derzeit vor Gericht verhandelt wird.

    Vor dem Landgericht Kassel läuft seit Juli ein Prozess um einen der größten Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre. Die Firma Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren soll zwischen 2015 und 2019 unter katastrophalen hygienischen Bedingungen Wurst hergestellt haben.

    Laut Staatsanwaltschaft war die Ware mit Listerien belastet, 37 Menschen sollen dadurch erkrankt, 11 gestorben sein. Der Vorwurf: Bei Wilke soll man von der Keimbelastung gewusst haben, die Ergebnisse der eigenen Untersuchungen aber über Jahre nicht an die Behörden gemeldet haben.

    Die nächste Evolutionsstufe dieses, äh, “industeriefreundlichen” Systems sehen wir gerade in den USA.

    • muelltonne@feddit.org
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      17
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      12 days ago

      Definitiv. Das ist dann diese “Bürokratie”, über die dann zum Beispiel kleine Gastronomen so sehr schimpfen. Die hassen die Lebensmittelkontrolle und vor allen Dingen, dass bestimmte Ergebnisse veröffentlicht werden. Natürlich produziert es Aufwand, wenn man seine Reinigungen dokumentieren und gar durchführen muss. Oder wenn man als Lebensmittelhersteller dann seine Ware so verfolgen können muss, dass man bestimmte Chargen zurückrufen kann. Die Frage ist immer, was die Alternative ist.

        • Ooops@feddit.org
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          12 days ago

          Bürokratieabbau, der:

          (1) Deregulierung, damit Firmen ihre Gewinnmargen auf unsere Kosten (oder auf Kosten der Umwelt) verbessern können

          (2) Stellenabbau, damit Überwachungsorgane ihrer Aufgaben nicht mehr nachkommen können; also (1) durch die Hintertür