• nahostdeutschland@feddit.org
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    5 days ago

    Was ein merkwürdiger Artikel.

    Der Einfachheit halber nehmen wir zwei Schwellenwerte, um den Weg zum Reichtum zu markieren: 100.000 Euro und eine Million Euro an Erspartem. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts legten private Haushalte in Deutschland im vergangenen Jahr im Schnitt 270 Euro im Monat zurück. Flösse diese Summe schlicht auf ein unverzinstes Girokonto, bräuchte man rund 31 Jahre, um darauf 100.000 Euro anzusammeln. Eine Million hätte man dementsprechend nach 310 Jahren angespart.

    Es ist natürlich absoluter Quatsch die durchschnittliche Sparrate zu nehmen, einfach weil es einen ganzen Haufen Leute gibt, die wenig verdienen oder die überhaupt nichts sparen oder die z.B. an Häusern abbezahlen.

    Wenn du einen halbwegs vernünftig bezahlten Vollzeitjob hast und dann nicht mit dem Geld um dich wirfst, dann sieht die Sparrate plötzlich völlig anders aus. Und dazu darf man auch Zinsen nicht unterschätzen, gerade der Zinseszinseffekt ist gewaltig. Aber auch so: Wenn du sagen wir mal 70.000€ schon angespart hast und die beim EZB-Zins von 2% auf dem Tagesgeld hast, dann landest du bei 1400€ im Jahr an Zinsen, also einer zusätzlichen Sparrate von 116€.

    • copacetic@discuss.tchncs.deOP
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      5 days ago

      Natürlich kann man viel an den Zahlen drehen und anders rechnen. Ich bezweifle aber, dass die Kernaussage sich dadurch ändert.

      Die Tilgung bei einem Hauskredit würde ich auch zur Sparrate zählen. Es ist unklar ob die “270 Euro” im Artikel das auch so sehen oder nicht.

      • nahostdeutschland@feddit.org
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        5 days ago

        Ja doch, klar ändert sich die Kernaussage. Die Aussage im Artikel ist ja, dass man durch Arbeit nicht reich wird und schon Ewigkeiten braucht, um auf 100.000€ zu kommen. Was halt Quatsch ist.