Immer wieder kommt es zu körperlichen und verbalen Angriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Nun soll Künstliche Intelligenz bei einem Pilotprojekt bei aggressiven Fahrgästen Alarm schlagen. Ein Start-up aus Bremen will das möglich machen.

  • kossa@feddit.org
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    5 days ago

    Ist besser als Cloud-Diesdas, fair enough. Aber man kann automatisierte Überwachung auch lokal doof finden:

    Erstens wäre die Surveillance-Induced Conformity als problematisch zu betrachten.

    Zweitens finde ich auch die Annahme, dass die AI es schafft ordentlich jedes Gesicht zu verpixeln, bisschen fragwürdig.

    Drittens finde ich “KI guckt Nonstop automatisiert zu” entscheidend nicht das Gleiche wie “das Fahry hat einen Bildschirm” ¯\_(ツ)_/¯

    • da_cow (she/her)@feddit.org
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      5 days ago

      Zweitens finde ich auch die Annahme, dass die AI es schafft ordentlich jedes Gesicht zu verpixeln, bisschen fragwürdig.

      Also ich bin mir nicht sicher, wie gut das bei der Bildqualität von S-Bahn Überwachungskameras funktioniert, aber ansonsten funktioniert sowas durchaus ziemlich gut.

      Habe in der Debatte darum ob Leute draußen Live-Streamen dürfen, oder ob die Streamer dann die Gesichter von anderen verpixeln müssen was gesehen, wo jemand, nach eigener Angabe, in ca 30 Minuten ein system zusammengebügelt hat, was genau sowas halbwegs zuverlässig konnte (die Gesichter von unbeteiligten Personen verpixeln).

      Ich denke, wenn man da ein bisschen mehr Aufwand reinsteckt sollte sowas ziemlich zuverlässig funktionieren. Wir haben hier ja auch keine komplexen Multifaktoriellen Entscheidungsprobleme (also beim verpixeln).

    • rbn@sopuli.xyz
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      5 days ago

      Erstens wäre die Surveillance-Induced Conformity als problematisch zu betrachten.

      Ist das in diesem Zusammenhang nicht gerade ein Feature? Man will ja durch die Überwachung idealerweise erreichen, dass unerwünschtes, “non-konformes” Verhalten gar nicht erst vorkommt.

      • kossa@feddit.org
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        5 days ago

        Ja schon. Aber die Tram bleibt ja eben nicht der einzige, überwachte Raum. Und die Problematik ist ja bei der Surveillance-Induced Conformity, wie der Effekt auch über die Überwachung hinauswirkt. Und eben, dass sich die Vorstellung davon, was gesellschaftskonform ist (mitunter rapide) ändert. Non-Konformität ist ja auch Wesenskern der Progressivität, das aus den öffentlichen Bereich zu verdrängen ist schwierig.

        Jede verhinderte Gewalttat, Bepöbelung etc. ist ein Gewinn, aber die klassische Frage wieviel negative Sekundäreffekte uns gesteigerte Sicherheit wert sind, ist ja immer Teil der Diskussion.