Hallo zusammen,
Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.
Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?
Ich hab einen Stapel 2nd Hand CDs bestellt. Ich will mehr Zeit für aktives Anhören aufwenden. (Streaming Dienste gelöscht). Ich schaue mir auch gern die Booklets an, als Teil des Gesamtkunstwerks.
Aktuell läuft Muse: Black Holes & Revelations. Richtig gut, auch abseits der mir drei bekannten Songs. Erstaunlich politische Texte war mir gar nicht so bewusst.
Gestern Abend war Avenged Sevenfold: City of Evil dran, sehr schöne Harmonien und komplexe Soli. Spielt mit religiösen Texten.
Für je 3€ etwa beste Unterhaltung. Die anderen Alben warten.
Wenn ich mal in Rente gehe oder so, dann räume ich Musicland aus und höre mich durch 50 Jahre Musik durch. Der Laden juckt schon sehr. Selbst der CD-Bestand der örtlichen Stadtbücherei ist schon Klasse.
Star Trek: Ähnlich wie bei Strange New Worlds hat mich Discovery so etwa Mitte der ersten Staffel abgeholt. Ich fand die ersten Folgen echt arg düster, aber wenn man sich dann mal arrangiert hat, wird es richtig spannend. Bin jetzt in der Mitte der zweiten Staffel und würde gerne bingen.
Ansonsten habe ich Tickets für die Ocean Film Tour am Dienstag. Ist immer alles sehr wackelig, ich hoffe Oma und Kinder bleiben gesund, damit ich da mit der Frau auch wirklich entspannt hin kann.
Hauptsächlich gecatcht hat uns ein Film davon, wo eine Familie auf einem Segelboot lebt. Das wollen wir eigentlich auch irgendwann mal machen. Ich hoffe der ist relativ lang und gibt coole Einblicke. Der Kitesurffilm und die verrückten Ruderer sehen auch cool aus.
Auch wenn die Mediathek ziemlich schlecht aufgebaut ist, Folgen nur kurz eingestellt sind und keine Originalfassungen verfügbar sind: Wenn man sich mal wieder einfach so etwas aus dem Star Trek Kosmos ansehen möchte, läuft da einiges. Gerade gibt es aus Strange New Worlds noch die Folgen 4 bis 8 aus Staffel 1, ST Enterprise ein paar Folgen aus Staffel 2, DS9 und Voyager.
Bei Science-Fiction sind sie außerdem bei Staffel 2 von The Expanse
Wer es richtig schlecht mag, für die fängt gerade Xena neu an (Staffel 1, Folgen 1 bis 4).
Ich habe auf Einladung einer Freundin mal etwas für mich ganz neues ausprobiert und war bei einer kleinen Show, bei der jemand Geschichten mit Performance-Einlagen erzählte. Dabei ging es um eine trans Frau, die von den Stonewall Riots inspiriert vor der Drohung ihres Vaters, sie zur Armee zu schicken, nach New York floh, einer lesbischen Ärztin, die früh vor den Nazis aus Deutschland floh, einen fiktiven schwulen Mann im England des 19. Jahrhunderts und um das Leben der Julie d’Aubigny im Frankreich Ludwigs des 14.
Interessante Geschichten, in denen man sich als queere Person in einzelnen Details auch immer mal wiedererkennen konnte, die alle zwar auch Leidensmomente nicht aussparte aber auf positiven Noten endeten.
Normalerweise gucke ich mir Geschichten auf dem Bildschirm oder der Leinwand an, schon Theater ist normalerweise nichts für mich. Diese Show war etwas, das ich normalerweise eher als prätentiösen Künstlerkram abgetan hätte, und sie passt auch ganz gut in meine Schublade mit dieser Aufschrift rein. Und auch wenn meine Freundin und ich hinterher als Proletenausgleich zu Burger King gegangen sind, war es doch eine auch unterhaltsame und zum Nachdenken anregende Veranstaltung, die wir beim Fast Food Futtern dann im Gespräch nochmal durchgekaut haben.
War eine Erfahrung.Außerdem hab ich den All-in-One-Launcher für Schlacht um Mittelerde entdeckt und kann endlich mal wieder das Spiel spielen, für das ich mir damals meinen ersten eigenen PC gekauft hatte.
Plus diverse Erweiterungen, Mods, Patches etc, die das ganze teilweise beinahe zu einem völlig neuen Game machen.Obendrauf ist die zweite Staffel der Realfilmkuh-One Piece-Serie rausgekommen und macht echt Spaß.
Ich bin normalerweise keim Anime-Typ, weil es mir oft zu überkandidelt und überstilisiert ist. Bis auf einzelne Folgen beim Kiffabend mit Kumpels hab ich auch den One Piece Anime nicht gesehen und den Manga auch nicht gelesen.
Lustigerweise sind aber gerade die Elemente, die mich bei Anime oft stören, in dieser Serie genau das Interessante und vir allem der Spaßfaktor, neben den gut geschriebenen und geschauspielerten Figuren und der klasse umgesetzten Story.
Es passt irgendwie alles zusammen, auch das, was bei anderen Versuchen, Anime und Cartoons als Realverfilmungen umzusetzen, nicht funktioniert. Das liegt auch daran, dass One Piece sich in diese gegebene Goofyness und Albernheit reinlehnt und der Ton einfach nicht so ernst ist wie z.B. in Herr der Elemente.Diese Woche gab’s mal wieder einen sehr guten Film bei mir. Anora von Sean Baker ist eine Geschichte über die junge Stripperin Anora, die den Oligarchensohn Vanya trifft. Er fragt sie, ob sie für eine Weile seine Freundin werden möchte und später auch, ob sie ihn Heiraten will. Wer hier eine Aschenputtel-RomCom erwartet liegt weit daneben. Anora ist eine Tragikomödie über die Macht des Kapitals. Vanya muss keine überlegten Entscheidungen treffen oder schlau sein, er kann tun was er will und verändert damit das Schicksal aller ärmeren Menschen um ihn herum. Anora, deren einziges Kapital ihr Körper ist, muss versuchen ihr Kapital geschickt zu ihrem Vorteil einzusetzen, hat aber eigentlich keine Chance. In Teilen witzig, rasant, tragisch und auf jeden Fall empfehlenswert.
Dann habe ich noch The Nickel Boys von Colson Whitehead gelesen. Ein erschreckendes Buch über eine Umerziehungsschule für problematische Jungs in den 1960gern in Florida, inspiriert von einer echten Schule. Whitehead stellt in diesem Buch die Frage, wie man mit Rassismus und dem damit verbundenen Trauma umgehen sollte. Lieber kompletter Zynismus? Oder unkompromittierter Idealismus? Das ganze wird anhand des Schicksals zweier Insassen der Schule untersucht. Das Buch ist definitiv keine leichte Lektüre, was man den Kindern hier antut ist schrecklich und wirklich tragisch zu lesen. Was in der echten Schule passiert ist, muss angeblich noch schlimmer gewesen sein. Whitehead hat dafür seinen zweiten Pulitzer gewonnen. Meiner Meinung nach verdient.
Diesmal nur kleinere Sachen zu berichten:
Dark Queen of Mortholme ist ein rund 20 min Kurzspiel, bei dem man den namensgebenden Endgegner spielt und gegen den Helden kämpft. Dieser wird dabei mit jedem gescheiterten Versuch stärker. Es ist eine interessante kleine Abwechslung, der Preis ist selbstbestimmt (also sogar kostenlos zum Testen möglich) und ich habe mich schon immer gefragt, wie man wohl ein Spiel gestalten müsste, bei dem die Rollen zwischen Spieler und KI mal vertauscht sind. Jetzt kenne ich eine Antwort.
Außerdem das Artbook Angelarium endlich mal angeschaut. Die Engel sind schon schick designt und mit einer kleinen Geschichte drum herum beschrieben. Aber die meisten sind doch menschlicher als ich gedacht hätte. Trotzdem interessant mal die gesamte Gruppe zu sehen. Einzelne davon sind ja immer wieder irgendwo schon als Kunstwerk benutzt worden. Sei es auf Magic the Gathering Karten oder als Albumcover z.B bei Blind guardian.
Und musikmäßig habe ich Ulk und Ulvesang entdeckt. Ulk ist dabei eher im Bereich Dungeon Synth einzuordnen, während Ulvesang Ambient und Neofolk kombiniert. Für mich beide schöne Musiken um sie im Hintergrund laufen zu lassen um mich während der Arbeit zu unterhalten aber nicht abzulenken.
Wir haben Blue Light Staffel 3 gesehen. Die Serie kann ich sehr empfehlen. Aktuell lese ich The Last Yakuza von Jake Adelstein und das gefällt mir ebenso sehr gut. Die beschriebene Biographie ist äußerst interessant.





