Der Amokfahrer in Leipzig war wieder einmal ein Mann. Wir müssen reden: über Männer, ihr angeknackstes Selbstbild und ihre Lösungsstrategien.
Der Amokfahrer in Leipzig war wieder einmal ein Mann. Wir müssen reden: über Männer, ihr angeknackstes Selbstbild und ihre Lösungsstrategien.
Wir leben noch nicht so fürchterlich lange in den relativ stabilen Verhältnissen wie wir sie aktuell haben, emotional sind wir doch noch alle Höhlenmenschen. Das Bewusstsein, dass da jemand in der Familie ist der zur Not als “Beschützer” fungieren kann dürfte sich positiv auf die Stabilität der Familie auswirken.
An diesem Punkt der Diskussion würde ich vielleicht sogar noch einen etwas anderen Winkel da rein bringen und behaupten: Es muss noch nicht mal der “biologische Mann” sein der diese Funktion in einer Familie ausübt, sondern eher so etwas wie ein “männlicher Archetyp” (das kann dann halt auch eine entsprechend veranlagte Frau / Transperson / whatever in einer entsprechenden Beziehung sein).
Viel Konjunktiv in deiner Aussage. Was zeichnet deinen ‘Beschützer’ denn aus und was sind die positiven Wirkungen?
Wir sind evolutionär vielleicht noch nah am Höhlenmenschen, das hat aber wenig Einfluss auf unsere Wahrnehmung von Gewalt. Dass Gewaltbereitschaft nicht notwendig sondern schädlich für stabile Familienstrukturen ist, ist wissenschaftlich recht eindeutig belegt [ 1, 2]. Insbesondere, weil Gewaltbereitschaft sehr schnell nach innen wirkt [3, 4].
Falls du jenseits deines Gefühls echte Argumente hast, bin ich offen für eine Diskussion.
Nein, habe ich nicht. In diesem Punkt denke ich wohl müssen wir dann wohl mit “agree to disagree” auseinander gehen.