Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.



Keineswegs. Nur wenn wir das mit Migrationsfeindlichkeit kombinieren wird dies kurzfristig zu einem Problem, und mittel bis langfristig ist die absolute Bevölkerungszahl irrelevant, oder sind die Niederlande “verloren” weil dort keine 80 Millionen wohnen?
Wenn die Geburtenrate unter 2,x bleibt geht es halt schon gegen 0 und zwar exponentiell und nicht einfach ein bisschen weniger. Ein bisschen weniger wäre wenn die Geburtenrate mal einige Zeit niedriger ist, aber dann wieder steigt auf 2,x. Und an dem Punkt sind wir jetzt, dass wir dringend dafür sorgen müssen, dass sie wieder steigt sonst kommt man ins exponentielle Schrumpfen. Wir brauchen ja jetzt schon eine Zuwanderung von 350 000 Menschen pro Jahr und schaffen es gerade so noch nur durch diese schon recht große Zuwanderung die Bevölkerung stabil zu halten.
Die Weltbevölkerung wird vorausichtlich noch bis 2050 wachsen, daher sind wir weit entfernt von diesem Punkt.