Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.

  • poVoq@slrpnk.net
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    5 天前

    Pferde halten z.B ist auch ein Hobby, und da hat man auch ca. dreißig Jahre was von und kann die nicht so ohne weiteres mal eben los werden oder abschalten.

    Ist aktuell ja einfach notwendig, aber ist doch auch keine langfristige und nachhaltige Lösung. Mit der fortschreitenden Entwicklung ärmerer Länder sinken dort ja auch die Geburtenraten. Zynisch gesehen würde das ja darauf hinauslaufen, dass man auf Armut oder Kriege in anderen Ländern angewiesen sein wird.

    Ganz im Gegenteil, die derzeitge Weltbevölkerung ist nicht nachhaltig. Wenn also die Gesamtbevölkerung langsam sinkt und Menschen aus ärmeren Gebieten dorthin ziehen wo die Infrastruktur besser ist und weniger klimawandelbedingte Katastrophen zu erwarten sind dann ist das allgemein erstmal gut (der Teufel steckt da leider im Detail).

    • antonamo@feddit.org
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      4 天前

      Ich finde gerade den letzten Punkt relativ naiv und unreflektiert. Gerade vor dem Hintergrund, dass Pull-Faktoren populistischer Quatsch sind und wir durch historischen aber auch kommenden Einfluss (Kolonialismus, Ausbeutung und Klimawandel) nicht von einem gleichberechtigten Wettbewerb der Staaten ausgehen können.

      Nigeria is one of such countries which have lost more than $2bn since 2010 to training doctors who later migrate. Countries such as the UK benefit from this, as 10% of doctors working in the UK come from African nations, saving the UK about $2.7bn by recruiting these doctors.

      […]

      Nigeria is one of the African countries with the worst indices for health. with the second highest number of people living with HIV and the highest number of malaria-related deaths. Although maternal mortality rate has declined steadily since 1990, it still lags behind other nations.[7]

      Other effects of brain drain that have been identified include loss of human capital assets, lost income from the loss of tax of the migrated manpower to foreign countries and the loss of capital invested in the subsidised public education of migrated manpower.

      Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Human_capital_flight_from_Nigeria