Ich hab durchaus Symapthie für solche dezenzentralen Ansätze. (“rhizomatisch” ist eins meiner Lieblingsadjektive.) Die Kleinstaaterei im Fediverse oder Trägerschaften auf kommunaler Ebene statt Land/Bund (z.B. MVZs, KiTas, Wohnen) finde ich gut.
Ich glaube aber, dass man gewisse dicke Bretter der Verteilungsgerechtigkeit so nicht gebohrt bekommt, z.B. Rente, Grundsicherung & Gesundheitsversorgung. Auch kann man so keine schon bestehenden Kapitalkonzentrationen aufbrechen. (Z.B. die Eigentümer der Wiesen und Wälder, die die freien Wanderwege blockierten, waren nicht die breite Bevölkerung.) Dazu kommen manche Sektoren, die von ihrer Natur her von Zentralisierung profitieren, z.B. die Bahn & Strom/Datennetze.
Am Ende glaube ich aber auch, es muss kein Widerspruch sein. Es sind zwei Strategien der Befreiung, die man vefolgen kann. Bei manchen Themen ist die eine im Vorteil, bei manchen die andere. Ein Bias welche Strukturen die besten sind, sollte nicht realisierbaren positiven Projekten im Weg stehn.
Trägerschaften auf kommunaler Ebene statt Land/Bund (z.B. MVZs, KiTas, Wohnen) finde ich gut.
ja finde ich auch gut. zum einen bin ich für die verschiebung realer macht weg vom staat und hin zu kleineren kommunen, damit die beteiligten menschen direktes feedback geben können (mit mistgabeln und fackeln vor die burg des fürsten marschieren geht halt schlecht wenn der 500 km entfernt wohnt).
zum anderen profitieren größere strukturen halt sehr maßgeblich von billigerer intelligenz. was damit gemeint ist, dass es z.b. sehr viel einfacher ist eine neue chemikalie (medikament) zu erforschen wenn die region des auftraggebers 500 millionen einwohner hat anstatt 500 tausend, weil sich die konstanten forschungskosten auf viel mehr einwohner verteilen und daher die kosten pro person viel niedriger werden.
Dazu kommen manche Sektoren, die von ihrer Natur her von Zentralisierung profitieren, z.B. die Bahn & Strom/Datennetze.
die von dir genannten beispiele profitieren daher von zentralisierung, weil es hier um konsistenz geht; es geht darum, dass die bahn in ostdeutschland gleich gebaut wird wie in spanien, damit der güterzug in einer fahrt durchfahren kann, ohne mühsam die spurbreite wechseln zu müssen. da das wesen des transports naheliegenderweise der ferntransport ist, ist eine konsistente herangehensweise, d.h. überall werden die bahngleise gleich gebaut, wünschenswert. und ebenso natürlich bei datenübertragungsprotokollen usw.
die von dir genannten beispiele profitieren daher von zentralisierung, weil es hier um konsistenz geht;
Njaa, Standardisierung ist wichtig, aber auch nicht alles. Bei langlebiger Infrastruktur macht es auch viel aus, ob sie gut strategisch entwickelt wird, also Redundanz vermieden und gute Interkonnektivität erreicht wird. Man braucht sich nur mal die Faxen der anglo-amerikanischen Privatbahnen ansehen, um zu sehen was ich meine. Strom- & Datennetze haben ähnliche Eigenschaften, die beeinflussen wie gut sie mit Lasten umgehen können. (Aber da kenn ich mich noch weniger aus zugegeben.)
Ich hab durchaus Symapthie für solche dezenzentralen Ansätze. (“rhizomatisch” ist eins meiner Lieblingsadjektive.) Die Kleinstaaterei im Fediverse oder Trägerschaften auf kommunaler Ebene statt Land/Bund (z.B. MVZs, KiTas, Wohnen) finde ich gut.
Ich glaube aber, dass man gewisse dicke Bretter der Verteilungsgerechtigkeit so nicht gebohrt bekommt, z.B. Rente, Grundsicherung & Gesundheitsversorgung. Auch kann man so keine schon bestehenden Kapitalkonzentrationen aufbrechen. (Z.B. die Eigentümer der Wiesen und Wälder, die die freien Wanderwege blockierten, waren nicht die breite Bevölkerung.) Dazu kommen manche Sektoren, die von ihrer Natur her von Zentralisierung profitieren, z.B. die Bahn & Strom/Datennetze.
Am Ende glaube ich aber auch, es muss kein Widerspruch sein. Es sind zwei Strategien der Befreiung, die man vefolgen kann. Bei manchen Themen ist die eine im Vorteil, bei manchen die andere. Ein Bias welche Strukturen die besten sind, sollte nicht realisierbaren positiven Projekten im Weg stehn.
ja finde ich auch gut. zum einen bin ich für die verschiebung realer macht weg vom staat und hin zu kleineren kommunen, damit die beteiligten menschen direktes feedback geben können (mit mistgabeln und fackeln vor die burg des fürsten marschieren geht halt schlecht wenn der 500 km entfernt wohnt).
zum anderen profitieren größere strukturen halt sehr maßgeblich von billigerer intelligenz. was damit gemeint ist, dass es z.b. sehr viel einfacher ist eine neue chemikalie (medikament) zu erforschen wenn die region des auftraggebers 500 millionen einwohner hat anstatt 500 tausend, weil sich die konstanten forschungskosten auf viel mehr einwohner verteilen und daher die kosten pro person viel niedriger werden.
die von dir genannten beispiele profitieren daher von zentralisierung, weil es hier um konsistenz geht; es geht darum, dass die bahn in ostdeutschland gleich gebaut wird wie in spanien, damit der güterzug in einer fahrt durchfahren kann, ohne mühsam die spurbreite wechseln zu müssen. da das wesen des transports naheliegenderweise der ferntransport ist, ist eine konsistente herangehensweise, d.h. überall werden die bahngleise gleich gebaut, wünschenswert. und ebenso natürlich bei datenübertragungsprotokollen usw.
Njaa, Standardisierung ist wichtig, aber auch nicht alles. Bei langlebiger Infrastruktur macht es auch viel aus, ob sie gut strategisch entwickelt wird, also Redundanz vermieden und gute Interkonnektivität erreicht wird. Man braucht sich nur mal die Faxen der anglo-amerikanischen Privatbahnen ansehen, um zu sehen was ich meine. Strom- & Datennetze haben ähnliche Eigenschaften, die beeinflussen wie gut sie mit Lasten umgehen können. (Aber da kenn ich mich noch weniger aus zugegeben.)