ich lese gerade Souverän investieren für Einsteiger von Gerd Kommer 2023, mochte aber auch eure Erfahrungen lesen:

Nutzt ihr Stop-Loss-Orders? Für Kommer ist diese keine souveräne Investitionsform, sondern spekulative.

Ich habe es vor, 50K einmalig anzulegen. Um den Spread so klein wie möglich zu halten, soll ich zwischen 13 und 15 Uhr das Geld in Deutschland anlegen (wegen NYSE und Nasdaq), bieten normale Brokers und Neobrokers wie scalable capital diese Möglichkeit? Mir ist unklar, wieso so zu agieren kein market timing ist.

Wie viele ETFs kombiniert ihr in eurem Portfolio? Kombiniert ihr mehrere All-World ETFs? Aktien-ETFs und Anleihen-ETFs? Bei eurem Broker, wie viel kostet, mehr als 1 ETF zu haben?

  • copacetic@discuss.tchncs.de
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    1 day ago

    Nein, ich nutze keine Stop-Loss-Order.

    Das mit dem Spread ist schon richtig, aber es optimiert irgendeine Nachkommastelle. So relevant ist es nicht.

    Market timing meint “buy low, sell high”. Dafür musst du die richtigen Zeitpunkte erwischen wann ein Kurs hoch bzw tief ist. Die 13-15 Uhr Regel versucht nur Liquidität zu optimieren und dass die höher ist wenn USA und EU gleichzeitig aktiv sind ist nicht schwer zu treffen.

    Ich bespare aktuell Gerd Kommer’s ETF. Ich finde ihn bei weitem nicht perfekt (bspw den ESG Aspekt), aber seit Trump finde ich die Idee, den US-Anteil zu limitieren charmant. Laut JustETF nur 43% derzeit.

    Ich habe allerdings meine bestehenden ETF-Investitionen nicht verkauft, denn dann würden ja Steuern auf die Gewinne anfallen. Die Idee ist, dass vielleicht zum Jahresende teilweise zu machen, um den Steuerfreibetrag auszureizen. Aber falls ich es vergesse, ist es auch kein Ding. Deswegen hab ich noch zwei weitere Welt-ETFs rumliegen. Außerdem noch einen für die Kinder. Es erscheint mir einfacher, das als separate ETF-Position zu führen statt als separates Depot oder ich bin einfach zu faul es ordentlich zu machen.

    • smokeysnilas@feddit.org
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      1 day ago

      Separate Depots für Kinder machen schon Sinn, sonst ist es halt formal nicht Eigentum der Kinder sondern dein Eigentum. Bspw. haben Kinder eigene Freibeträge. Und da sie sonst nicht arbeiten gehen, können sie den ganzen Grundfreibetrag fürs Depot einsetzen. Schenkungssteuer gibt es auch noch zu beachten. Und falls irgendwas mieses passiert, man pleite geht oder zum Pflegefall wird oder so, dann ist das Geld der Kinder halt weg, weil es eben nie wirklich deren Geld war. Andersrum gibt es kaum gute Gründe das Geld unter eigenem Namen zu behalten, es sei denn man will es sich offen halten irgendwann mal von seinen Kindern Geld für größere Investitionen zu “leihen”. Selbst dann würde ich aber lieber z.B. eine Eigentümergesellschaft gründen und die Kinder offiziell daran beteiligen und ggf. später auch offiziell wieder auszahlen.