Ich lese finanztip gerade, möchte aber auch hier fragen.
Ich gehe davon aus, dass es sich lohnen muss, wenn mehrere Millionen Menschen in ETFs anlegen, aber:
Wenn ich thesaurierend anlege, muss ich sowieso die Abgeltungssteuer zahlen: 25 %. Darauf Solidaritätszuschlag. Das ergibt laut finanztip 26,375 %. (Ich verstehe es nicht: Solidaritätszuschlag ist 5,5 %, wieso insgesamt 26,375 % und nicht 30,5 %?).
Wenn ich diese Anlage in 20 Jahren veräußere, muss ich dann erneut Steuern zahlen?
Richtet ihr immer einen Freistellungsauftrag pro Jahr, um den 1000 Euro Sparerpauschbetrag zu nutzen? Sind dann meine ersten 1.000 Euro Gewinn im Jahr steuerfrei auch, wenn meine ETF-Anlage thesaurierend ist?
Ich verstehe nicht den Zusammenhang zwischen Freistellungsauftrag mit thesaurierender Anlage und Vorabpauschale.
Die von ETFs auf Jahresbasis angegebenen Renditen (wie beispielsweise 12 % p. a. in den letzten 10 Jahren) berücksichtigen die Inflation nicht, oder? Ich möchte keine unrealistische Erwartungen haben.
Habe ich andere Kosten bzw. Steuern vergessen?

Die 5% Solidaritätsauschlag sind auf die Abgeltungssteuer, also 5% von 25%, was 1,375% sind.
Die Abgeltungssteuer wird fällig, wenn die Gewinn realisierst, also wenn du ETF-Anteile verkaufst oder Dividenden erhälst. Wenn du jahrelang nur ETF-Anteil kaufst, dann hast du für das Finanzamt noch keinerlei Gewinn gemacht, den es zu versteuern gelten würde.
Da dachte man sich, dass man doch zumindest ein kleines bisschen Steuern sofort zahlt, wurde die Vorabpauschale erfunden.
Ja, die Renditen der ETFs sind nominal, also ohne Inflation. Dürfte auch ohne Kosten (TER) sein. Ohne Steuern. Es ist einfach nur der Index-Kurs.