Wegen der Dürre haben viele Kommunen Gießverbote für Trinkwasser verhängt. Kann es sich lohnen, im Winter Wasser für den Sommer zu sammeln? Und wie macht man das am besten?
Es lohnt sich vielleicht finanziell nicht, aber ich sammle das Wasser von meinem Dach gerne und lagere es in Tonnen, damit diese verdammte Binnenschifffahrt auch weiterhin nicht am Rheinpegel Kaub vorbeikommt!
Aber mal ernsthaft: Wir haben im Garten mehrere IBC stehen und so 4000 Liter Speicherkapazität. Dieser Sommer war richtig miese, aber in normalen Sommern funktioniert das echt gut. Die Tanks füllen sich dann bei Regen auf und normalerweise fällt auch so viel Regen, dass man dann an den Tagen, wo es nicht regnet, den Garten mit dem Wasser aus den Tonnen gießen kann. Klappt nicht immer perfekt, aber meistens. Als Pufferspeicher ist das wirklich wunderbar und ich kann es nur empfehlen. Achtet aber auf die nötige Abdeckung wegen dieser Mücken.
IBCs bekommt man gebraucht relativ günstig. Man sollte nur darauf achten, dass sie sauber sind. Dann kann sich das tatsächlich auch finanziell lohnen.
In manchen Gemeinden ist eine Zisterne für Neubauten Pflicht. Finde ich auch gut. Nachträglich einbauen macht dann immer viel kaputt.
Ein mittelgroßer Garten benötigt bei Hitze und Trockenheit etwa 20 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche. Bei 400 Quadratmetern Gartenfläche braucht der Garten also rund 8000 Liter, wenn es – wie diesen Juli in vielen Teilen Deutschlands – gar nicht regnet. Immerhin fünf Wochen Gießverbot lassen sich also mit einer 10.000-Liter-Zisterne auch für einen relativ großen Garten überbrücken.
8000 * 5 = 10.000?
Da hat wohl jemand in der Schule nicht aufgepasst. Unter 5 rundet man ab, d.h. 40.000 wird abgerundet auf 0 und somit reicht ein 10.000l Tank.
Bei 5 wird aber schon aufgerundet. Also brauchst du 8000*10=80.000L. Aufgerundet entspricht das einer 100.000Liter Zisterne.
Ah, klassischer Anfängerfehler. Du hast vergessen die 8 aufzufinden. Demzufolge wären es 10.000*10=100.000. Da du wieder unter der 5 bist wird das also abgerundet und du brauchst eine 0l Zisterne.
Perfekt, dann hat meine Zisterne genau die richtige Größe.
Ja, sorry, Mathe braucht man im Leben halt nicht. Vor allem diese Textaufgaben…
Bei 400 Quadratmetern Gartenfläche braucht der Garten also rund 8000 Liter, wenn es – wie diesen Juli in vielen Teilen Deutschlands – gar nicht regnet.
8000 Liter pro Monat entspricht ungefähr 2000 Liter pro Woche, womit man bei fünf Wochen Gießverbot also auf grob 10.000 Liter kommt.
Die 8000 Liter sind aber laut Text nicht pro Monat, sondern pro Woche für einen 400 m² Garten mit 20l pro m² und Woche.
Wir haben uns eine 10 m³ Zisterne einbauen lassen. Dafür haben wir im Gegenzug keinen Regenwasseranschluss, was auch wieder Nebenkosten spart. Wir hätten gerne eine größere genommen, hat aber platztechnisch nicht geklappt…
Lohnt sich schon. Wobei das natürlich auch zum Teil ein “Luxusproblem” ist, weil viele Leuten haben gar keinen Garten.
Es gibt aber auch in Städten Projekte wie z.B. Gießkannenhelden. Da wird dann kostenlos ein Tank aufgestelltund an die Regenrinne angeschlossen. Das Wasser wird dann aber nicht für den eigenen Garten genutzt. Sondern für z.B Bäume in der Straße.
Kollegen und ich haben einen Kleingarten zusammen und haben dort auch eine Zisterne eingebuddelt. Grund dafür ist eher das man schon recht früh das Wasser der Anlage abdreht. Die Leitungen liegen nur ca. 30cm im Boden und bei Frost droht die Gefahr das die platzen. Deswegen wird im Oktober das Wasser abgestellt und das Wasser aus der Leitung abgelassen.
Wir sind aber auch gerne im Herbst und im Winter im Garten und brauchen halt trotzdem mal Wasser. Dazu nutzen wir das aber inzwischen auch im Sommer bei Dürre und wenn man Wasser braucht das man jetzt nicht als Trink oder Reinigungswasser (z.B spülen) nutzen muss.
Trinkwasser aus Zisternen ist dagegen ein ganz anderer Schuh und grundsätzlich nicht als Trinkwasser nutzbar. Da muss man schon nicht unerheblichen Aufwand betreiben was Filterung und Aufbereitung angeht. Regenwasser selbst enthölt mindestens durch den Kontakt zum Dach, Regenrinnen, Fallrohre halt viele Bakterien und Umweltgifte durch den Kontakt mit dem Dach, Rohren, Rinnen und allem was da zu finden ist. Dazu steht das Wasser ja dann auch in der Zisterne.
Was ist denn ein Zi-Stern?
Ah moment, falsch gelesen.
…
Gibt es auch Trans-Terne?
/j
Meine Eltern haben zwei so Regentonnen. Die halten nicht super lange, aber ein bisschen Wasser sparen kann man damit schon.
Lohnt sich immer. Ihr bezahlt ja eine Art Steuer für das Regenwasser.








