Hintergrund | Surplus: Warum Grünes Wachstum ein Irrweg ist

Der Kapitalismus benötigt Wachstum. In einer endlichen Welt kann man aber nicht unendlich wachsen. Auch »grünes Wachstum« ist eine Illusion.

Viele Jugendliche verzweifeln an den Erwachsenen. Die Klimakrise gefährdet ihre Zukunft, doch unablässig werden weitere Treibhausgase ausgestoßen. »Was macht unsere Eltern nur so ratlos?«, fragte sich etwa Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Genauso wenig konnte sie begreifen, warum die langjährige Bundeskanzlerin Angela Merkel weitgehend untätig blieb. »Merkel ist Physikerin. Müsste sie da nicht verstehen, was es bedeutet, wenn Klimagraphen in die Höhe rasen?« (weiter)

#Hintergrund #Kapitalismus #Wachstum #Welt #Endlichkeit #Surplus #2026-01-16 @dach

  • copacetic@discuss.tchncs.de
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    3 days ago

    2024 hat die Windenergie 6 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs abgedeckt, die Solarpaneele kamen auf 3,6 Prozent.

    Woher kommen die Zahlen? Hier beim Umweltbundesamt steht was von 22,4% Erneuerbare.

    Insgesamt kann ich ihre Argumentation nicht nachvollziehen, dass “grüner Strom knapp und teuer bleibt”.

  • einkorn@feddit.org
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    3 days ago

    Schön das man inzwischen auch bei diesem Wirtschaftsmagazin auf den Trichter gekommen ist, das Kapitalismus auch wenn man ihn grün anstreicht keine Lösung ist.

    Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber ich glaube, du kanntest Surplus noch nicht bevor du den Artikel gelesen hast, oder? Das Magazin ist explizit gegründet worden, um Wirtschaft aus dem eher linken Spektrum zu beleuchten. Daher ist die Einstellung zu sog. “Grünem Wachstum” nichts neues. Einen ersten Eindruck über zwei der Gründer findest du bei Jung und Naiv:

    • Interviews mit Adam Tooze [1] [2]
    • Das Wirtschaftsbriefing mit und von Maurice Höfgen Link
  • DrunkenPirate@feddit.org
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    3 days ago

    Ich fürchte du hast dich noch nicht richtig tiefgreifend mit dieser „wachstumsfreien“ Alternative beschäftigt.

    Mal ein paar Gedankenanstöße:

    • Es gab in der menschlichen Historie mehr Phasen ohne Kapitalismus/ Wachstum/ Veränderung als mit. Was hat diese Gesellschaftsformen ausgemacht?
    • Demokratie ist nicht zwangsläufig mit Kapitalismus verbunden, aber in enger Symbiose. Was unterscheidet frühere Demokratien von heutigen?
    • Wenn es kein Wachstum in einer Wirtschaft und Gesellschaft gibt, dann muss dass vorhandene Gut verteilt werden. Wie verteilt man das?
    • Wachstum bringt immer Veränderung mit sich. Was passiert mit einer Gesellschaft, die sich nicht mehr verändert? (siehe auch erste Frage) Und ab wann will man „Anhalten“ und wer entscheidet das?

    Anhand der Fragen erkennst du sicherlich meine Präferenz - pro oder kontra „Wachstum“

    • killingspark@feddit.org
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      2 days ago

      Ich mach mal an einem Beispiel klar warum deine fragen alle mehr oder weniger bullshit sind:

      Wachstum bringt immer Veränderung mit sich. Was passiert mit einer Gesellschaft, die sich nicht mehr verändert? (siehe auch erste Frage) Und ab wann will man „Anhalten“ und wer entscheidet das?

      Du nimmst an, dass eine Gesellschaft ohne Wachstum keine Veränderung mehr bringt. Du bringst dafür keine Argumente und es ist auch leicht mit genau deinen “schau mal in die Geschichte” Argumenten widerlegen.

      Ja, Wachstum kann Veränderungen bringen, ehrlich gesagt hat das Wachstum in den letzten Jahrzehnten aber relativ wenig Gesellschaftlichen Fortschritt gebracht sondern eher die macht und Besitzverhältnisse zementiert.