Liegt der Börsenstrompreis, den die Unternehmen normalerweise zahlen, beispielsweise bei 8 Cent pro Kilowattstunde, gibt der Bundeshaushalt 3 Cent dazu.
Schaut nervös auf die eigene Stromrechnung Die zahlen was pro kWh und werden jetzt noch mit ~33% Rabatt gefördert?!?!
Hier geht es um den reinen Börsenstrompreis, der für Unternehmen und Privatleute erstmal derselbe ist. Dazu kommen dann noch Versorgermarge, Netzentgelte und Steuern/Abgaben. Unternehmen zahlen in Summe dann so 15-20 ct/kWh netto. Endverbraucher zahlen höhere Versorgermargen und Abgaben und zusätzlich Umsatzsteuer und landen somit bei rund 30 ct/kWh.
Ja das frage ich mich schon länger warum die Haushalts-Strompreise so derart über den Erzeugungskosten liegen.
Solar/Wind LCOE (levelized cost of electricity): 5 ct/kWh. Dazu kommen noch die Speicherkosten, die aber auch nicht sehr hoch sind.
Gas/Kohle: 5-20 ct/kWh.
Energie ist die Grundlage jeder Wirtschaft. Es macht absolut Sinn die Kosten für Energie so gering wie möglich zu halten, besonders wenn es darum geht, die Energieform zu fördern, die am besten geeignet ist um weg von den Fossilen zu kommen.
Ja. Einig. Und jetzt die Frage: wenn er für die größten Verbraucher so billig ist, warum dann nicht auch für privatverbraucher? Die würden auch davon profitieren.
Es geht um die Steuerungswirkung. Unternehmen sollen von fossilen Energieträgern auf Strom umstellen, was in der Industrie oft noch nicht geschehen ist. Und halt in Deutschland bleiben statt die Produktion nach Bulgarien, China usw. auszulagern. Von fossilen Energieträgern auf Strom umzusteigen ist bei Privatverbrauchern im wesentlichen nur bei Heizen und Auto ein Thema, und da haben Endvebraucher meist nur eingeschränkte Möglichkeiten (wenn sie halt kein Einfamilienhaus oder Reihenhaus haben).
Was Privatverbraucher mMn brauchen ist ein Auszahlen der Klimaprämie und mehr wohlstandsabhängige Besteuerung statt Flatrate-Steuern für alle; ein allgemein niedrigerer Strompreis nützt ja Armen genauso wie Reichen, obwohl reiche Endverbraucher viel mehr verbrauchen und dann auch in absoluten Zahlen mehr Subvention bekommen.
Wenn es um Letzteres ginge, würde man Unternehmen fördern, die an der Energiewende mitwirken, indem sie sich PV und Speicher zulegen, nicht mit der Gießkanne allen Strom günstiger machen.
Ich kann es nicht mehr hören, “wäääh, wäääh, der Strom ist so teuer, wäääh!” “Habt ihr auch nur ein einziges Solarmodul auf einem eurer riesigen leeren Hallendächer?” “Öööh … wäääh, wääh, der Strom ist zu teuer!!”
Unternehmerische Verantwortung am Arsch, Papa Staat mach was.
Solange sie nicht unbegrenzt und kostenlos verfügbar ist, geht es vor allem erst mal darum, Energie effizient einzusetzen. Wenn man sie künstlich billiger macht, nimmt man den Unternehmen den Anreiz dazu weg.
Weil sie dann eben nicht unbegrenzt ist, und über den Mechanismus des Preises das begrenzte Angebot dorthin zugeordnet werden soll, wo es den meisten Nutzen erzeugt. Jedenfalls solange wir im Kapitalismus sind. Außerhalb dessen kann es natürlich andere Mechanismen dazu geben, aber das Ziel, aus dem Vorhandenen das Meiste zu machen, dürfte meistens bestehen bleiben.
Die Frage ist halt auch, wo dann stattdessen produziert wird, wenn es in Deutschland zu teuer ist. Bulgarien? Island? China? Island wäre ja tätsächlich besser, weil der Strommix dort sehr grün ist, aber in Bulgarien oder China ist der Strommix noch schmutziger und auch Umweltauflagen sind deutlich laxer.
Ich bin aber auch noch nicht überzeugt, dass diese Förderung in dieser Form und dieser Höhe sinnvoll ist.
Schaut nervös auf die eigene Stromrechnung Die zahlen was pro kWh und werden jetzt noch mit ~33% Rabatt gefördert?!?!
Hier geht es um den reinen Börsenstrompreis, der für Unternehmen und Privatleute erstmal derselbe ist. Dazu kommen dann noch Versorgermarge, Netzentgelte und Steuern/Abgaben. Unternehmen zahlen in Summe dann so 15-20 ct/kWh netto. Endverbraucher zahlen höhere Versorgermargen und Abgaben und zusätzlich Umsatzsteuer und landen somit bei rund 30 ct/kWh.
Ja das frage ich mich schon länger warum die Haushalts-Strompreise so derart über den Erzeugungskosten liegen.
Solar/Wind LCOE (levelized cost of electricity): 5 ct/kWh. Dazu kommen noch die Speicherkosten, die aber auch nicht sehr hoch sind. Gas/Kohle: 5-20 ct/kWh.
Endverbraucher zahlen oft 40 ct/kWh. Wieso?
Damit die Leute nicht so viel Strom verschwenden. Wenn die Klimaprämie nicht seit Jahren blockiert würde, wäre das sogar sozial verträglich …
Energie ist die Grundlage jeder Wirtschaft. Es macht absolut Sinn die Kosten für Energie so gering wie möglich zu halten, besonders wenn es darum geht, die Energieform zu fördern, die am besten geeignet ist um weg von den Fossilen zu kommen.
Ja. Einig. Und jetzt die Frage: wenn er für die größten Verbraucher so billig ist, warum dann nicht auch für privatverbraucher? Die würden auch davon profitieren.
Es geht um die Steuerungswirkung. Unternehmen sollen von fossilen Energieträgern auf Strom umstellen, was in der Industrie oft noch nicht geschehen ist. Und halt in Deutschland bleiben statt die Produktion nach Bulgarien, China usw. auszulagern. Von fossilen Energieträgern auf Strom umzusteigen ist bei Privatverbrauchern im wesentlichen nur bei Heizen und Auto ein Thema, und da haben Endvebraucher meist nur eingeschränkte Möglichkeiten (wenn sie halt kein Einfamilienhaus oder Reihenhaus haben).
Was Privatverbraucher mMn brauchen ist ein Auszahlen der Klimaprämie und mehr wohlstandsabhängige Besteuerung statt Flatrate-Steuern für alle; ein allgemein niedrigerer Strompreis nützt ja Armen genauso wie Reichen, obwohl reiche Endverbraucher viel mehr verbrauchen und dann auch in absoluten Zahlen mehr Subvention bekommen.
@rumschlumpel @B0rax warum sollte der Strom in Bulgarien günstiger sein Alain Deutschland?
Wenn es um Letzteres ginge, würde man Unternehmen fördern, die an der Energiewende mitwirken, indem sie sich PV und Speicher zulegen, nicht mit der Gießkanne allen Strom günstiger machen.
Ich kann es nicht mehr hören, “wäääh, wäääh, der Strom ist so teuer, wäääh!” “Habt ihr auch nur ein einziges Solarmodul auf einem eurer riesigen leeren Hallendächer?” “Öööh … wäääh, wääh, der Strom ist zu teuer!!” Unternehmerische Verantwortung am Arsch, Papa Staat mach was.
Es geht aber hauptsächlich darum Energie so günstig wie möglich zu machen. Wie gesagt, auf Energie beruht die gesamte Wirtschaft.
Solange sie nicht unbegrenzt und kostenlos verfügbar ist, geht es vor allem erst mal darum, Energie effizient einzusetzen. Wenn man sie künstlich billiger macht, nimmt man den Unternehmen den Anreiz dazu weg.
Wieso sollte es darum gehen?
Weil sie dann eben nicht unbegrenzt ist, und über den Mechanismus des Preises das begrenzte Angebot dorthin zugeordnet werden soll, wo es den meisten Nutzen erzeugt. Jedenfalls solange wir im Kapitalismus sind. Außerhalb dessen kann es natürlich andere Mechanismen dazu geben, aber das Ziel, aus dem Vorhandenen das Meiste zu machen, dürfte meistens bestehen bleiben.
Und sie werden sagen es ist noch immer zu teuer.
Bin mir nicht sicher, ob das wirklich der Preis ist den (die meisten) Unternehmen am Ende zahlen. Hier ist für 2025 eher von 18 cent die Rede: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/151260/umfrage/strompreise-fuer-industriekunden-in-europa/
Die Frage ist halt auch, wo dann stattdessen produziert wird, wenn es in Deutschland zu teuer ist. Bulgarien? Island? China? Island wäre ja tätsächlich besser, weil der Strommix dort sehr grün ist, aber in Bulgarien oder China ist der Strommix noch schmutziger und auch Umweltauflagen sind deutlich laxer.
Ich bin aber auch noch nicht überzeugt, dass diese Förderung in dieser Form und dieser Höhe sinnvoll ist.