Die Wut über Spritpreise ist laut, präsent und politisch. Die Preise von Lebensmitteln aber werden still ertragen. Das liegt an einer besonderen Bedeutungsverschiebung.
“Männer™ fahren Auto und Frauen™ gehen einkaufen.” Und wessen Probleme in unserer patriarchen Gesellschaft wohl wichtiger sind, muss man ja nicht erläutern.
Willst du das etwas ausführlicher erklären, was du hier meinst? Denn auch Frauen fahren bekanntlicherweise Auto und auch Männer kaufen ein. Spätestens wenn du über Paare redest, reden wir ja über ein gemeinsames Haushaltsbudget.
Danke das du nachfrägst. Ich stimme dir da natürlich zu, da es auch nicht so “allgemein” gedacht war.
Meine Aussage sollte eher eine stilistisch-überspitzte, satirische Anspielung sein. (Das kam aber wohl nicht so ganz rüber, weswegen ich eigentlich froh bin, dass Leute sich hier kritisch positionieren).
Ich meinte damit auch nicht biologische Geschlechter, sondern stereotype Rollenbilder, die leider in unserer Gesellschaft immer noch existieren und mit zunehmender Ausrichtung nach politisch-rechts wieder fahrt aufnehmen.
Für “echte Männer” bleibt das Auto eine Identifikationsfläche in einer hetero- und autonormativen Gesellschaft. Und wenn man sich mit was identifiziert, dann reagiert man u.A. gereizt, wenn einem das (z.B. durch hohe Spritpreise) madig gemacht wird.
Frauen und sozial schlechter gestellte Gruppen/Minderheiten werden häufer Opfer von motorisierter Gewalt und übernehmen immer noch einen Großteil der Carearbeit, während Männer™ Städte und eine Mobilitätsinfrastruktur gebaut haben die ganz im Sinne der Autonormativität vor allem traditionell-männliche Rollenbilder begünstigen.
Zudem haben wir in Politik & wirtschaftlicher Führung eine sehr un-diverse Besetzung. (Sehr viele “alte weiße Männer”). Das verstärkt natürlich die existierenden Probleme & Rollenbilder. Man siehe auch den hohen Prozentanteil von Dienstwägen der von Männern gefahren wird.
Ich hoffe das hat meinen initialen Post genügend erläutert?
PS: Ein weitere großer Tipp bzgl. gerechter Mobilität sind die Bücher von Katja Diehl!
Ich bin da ja immer etwas skeptisch, wenn Leute dann mit ihren eigenen Vorurteilen diskutieren. Klar, Autos sind im Stereotyp extrem männlich geprägt, aber wenn man mal tiefer in die Statistiken guckt, sind diese typischen Autonarren oder Autoposer ja nur ein absolut kleiner Teil der Bevölkerung. Bringt halt nix, wenn man die Idioten dann irgendwie als “typisch männlich” verkauft und dann allen Männern unterstellt ein Idiot zu sein.
Auch die Führerscheinverteilung zeigt wenig Gender-Ungleichheiten, es haben grob gleich viele Männer und Frauen einen PKW-Führerschein. Männer fahren zwar mehr, aber das liegt im Kern daran, dass sie längere Pendelwege haben.
Naja, ich lebe halt alleine. Wer soll denn sonst einkaufen gehen? Oder kochen? Oder aufräumen? Oder putzen?
Und auch sonst, ich lebe Innenstadtnah. Alleine im Haus bei mir sind fast so viele Wohnparteien wie es Parkplätze auf dem kurzen Straßenstück hier gibt. Da wäre ich doch völlig bekloppt mir eine Karre zuzulegen und versuchen zu parken. Davon ab habe ich es nur ~10 Minuten mit der Straßenbahn zur Arbeit.
Hier wird es entsprechend viele geben, die nicht in solche behaupteten Rollenklischees passen. Ich weiß echt nicht ob die unterhalb einer gewissen Altersgrenze heutzutage noch wirklich zutreffend sind.
Wenn ich in den durchschnittlichen Lidl einkaufen gehe sehe ich eine ziemlich gleichmäßige Geschlechterverteilung zwischen Männern und Frauen (kann natürlich auch sein, dass sich alle Männer im Lidl als Frauen identifizieren… who knows?)
Irgendwie ein sehr schön zeit-relevanter Ausdruck. Love it!
Bzgl. der Einordnung: Mein Post war als eine satirische Anspielung auf immer noch existierende Rollenklischees einer patriarchalen Gesellschaft gemeint.
Falls dich das genauer interessiert was ich damit meine, guck bitte meine Antwort zu einem der anderen Menschen hier. Da hab ichs noch etwas mehr ausgeführt.
Warum? Cause it’s the patriarchy!
“Männer™ fahren Auto und Frauen™ gehen einkaufen.” Und wessen Probleme in unserer patriarchen Gesellschaft wohl wichtiger sind, muss man ja nicht erläutern.
Willst du das etwas ausführlicher erklären, was du hier meinst? Denn auch Frauen fahren bekanntlicherweise Auto und auch Männer kaufen ein. Spätestens wenn du über Paare redest, reden wir ja über ein gemeinsames Haushaltsbudget.
Danke das du nachfrägst. Ich stimme dir da natürlich zu, da es auch nicht so “allgemein” gedacht war.
Meine Aussage sollte eher eine stilistisch-überspitzte, satirische Anspielung sein. (Das kam aber wohl nicht so ganz rüber, weswegen ich eigentlich froh bin, dass Leute sich hier kritisch positionieren).
Ich meinte damit auch nicht biologische Geschlechter, sondern stereotype Rollenbilder, die leider in unserer Gesellschaft immer noch existieren und mit zunehmender Ausrichtung nach politisch-rechts wieder fahrt aufnehmen. Für “echte Männer” bleibt das Auto eine Identifikationsfläche in einer hetero- und autonormativen Gesellschaft. Und wenn man sich mit was identifiziert, dann reagiert man u.A. gereizt, wenn einem das (z.B. durch hohe Spritpreise) madig gemacht wird.
Ein netter Beitrag zum Thema Auto, Mobilität und (Geschlechter)Gerechtigkeit gibts hier: https://gerecht-mobil.de/wie-beeinflusst-mobilitaet-gender/
Frauen und sozial schlechter gestellte Gruppen/Minderheiten werden häufer Opfer von motorisierter Gewalt und übernehmen immer noch einen Großteil der Carearbeit, während Männer™ Städte und eine Mobilitätsinfrastruktur gebaut haben die ganz im Sinne der Autonormativität vor allem traditionell-männliche Rollenbilder begünstigen.
Zudem haben wir in Politik & wirtschaftlicher Führung eine sehr un-diverse Besetzung. (Sehr viele “alte weiße Männer”). Das verstärkt natürlich die existierenden Probleme & Rollenbilder. Man siehe auch den hohen Prozentanteil von Dienstwägen der von Männern gefahren wird.
Ich hoffe das hat meinen initialen Post genügend erläutert?
PS: Ein weitere großer Tipp bzgl. gerechter Mobilität sind die Bücher von Katja Diehl!
Ich bin da ja immer etwas skeptisch, wenn Leute dann mit ihren eigenen Vorurteilen diskutieren. Klar, Autos sind im Stereotyp extrem männlich geprägt, aber wenn man mal tiefer in die Statistiken guckt, sind diese typischen Autonarren oder Autoposer ja nur ein absolut kleiner Teil der Bevölkerung. Bringt halt nix, wenn man die Idioten dann irgendwie als “typisch männlich” verkauft und dann allen Männern unterstellt ein Idiot zu sein.
Auch die Führerscheinverteilung zeigt wenig Gender-Ungleichheiten, es haben grob gleich viele Männer und Frauen einen PKW-Führerschein. Männer fahren zwar mehr, aber das liegt im Kern daran, dass sie längere Pendelwege haben.
Da bist du leider fünfzig Jahre zu spät dran.
Wirkliche Gleichberechtigung war weder vor 50 Jahren, noch ist sie heute, wirklich erreicht.
Lebe alleine und wusste nicht, dass ich eigentlich eine Frau™ bin. Wieder was gelernt.
Ich bin froh, dass du damit keinem (satirisch gemeinten) Rollenklischee entsprichst.
Diversität = ❤️
Naja, ich lebe halt alleine. Wer soll denn sonst einkaufen gehen? Oder kochen? Oder aufräumen? Oder putzen?
Und auch sonst, ich lebe Innenstadtnah. Alleine im Haus bei mir sind fast so viele Wohnparteien wie es Parkplätze auf dem kurzen Straßenstück hier gibt. Da wäre ich doch völlig bekloppt mir eine Karre zuzulegen und versuchen zu parken. Davon ab habe ich es nur ~10 Minuten mit der Straßenbahn zur Arbeit.
Hier wird es entsprechend viele geben, die nicht in solche behaupteten Rollenklischees passen. Ich weiß echt nicht ob die unterhalb einer gewissen Altersgrenze heutzutage noch wirklich zutreffend sind.
Walscheiße
Wenn ich in den durchschnittlichen Lidl einkaufen gehe sehe ich eine ziemlich gleichmäßige Geschlechterverteilung zwischen Männern und Frauen (kann natürlich auch sein, dass sich alle Männer im Lidl als Frauen identifizieren… who knows?)
Irgendwie ein sehr schön zeit-relevanter Ausdruck. Love it!
Bzgl. der Einordnung: Mein Post war als eine satirische Anspielung auf immer noch existierende Rollenklischees einer patriarchalen Gesellschaft gemeint.
Falls dich das genauer interessiert was ich damit meine, guck bitte meine Antwort zu einem der anderen Menschen hier. Da hab ichs noch etwas mehr ausgeführt.
Kritisch bleiben! 💪