Ich danke darüber nach eine Photovoltaikanlage auf’s Dach bauen zu lassen. Man sagt ja, das lohnt sich praktisch immer. Naja, unser Dach ist recht klein. Jetzt haben wir ein erstes Angebot für 6,5kWp Leistung.

Nun fange ich etwas an zu rechnen, ob sich die Investition lohnt.

Der Solaranbieter rechnet höchstens die Amortisation aus - im Bild wo sich die rot-gestrichelte mit der grünen Linie kreuzt bei 14,6 Jahren. Das erscheint mir aber keine sinnvolle Entscheidungsgrundlage.

Meine Idee: Ich nehme an, ich habe das Geld für die PV. Jetzt kann ich den Betrag einfach in einen ETF stecken und er wächst mit 5% (blaue Linie). Alternativ kaufe ich die PV und spare dann bei den Stromkosten. Diese Ersparnisse stecke ich wieder in den ETF (grün-gepunktete Linie). Diese zwei Linien kreuzen sich deutlich später.

Je nachdem welche Annahmen man trifft (Eigenverbrauchsquote, ETF-Rendite, Strompreis, PV-Ertrag, …) kann man die Linien etwas verschieben. Das Bild oben ist tendenziell eher PV-biased würde ich sagen. Meine Schlußfolgerung ist: PV als Investition wird eher überschätzt. Die Rendite ist vermutlich stabiler als ein Welt-ETF, aber ob es weniger Risiko ist?

  • copacetic@discuss.tchncs.deOP
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    4 days ago

    Dach ist halt nicht sehr groß, weil Reihenhaus und Gaube.

    Ich hab 7,7ct Einspeisevergütung mit rein gerechnet, das sind dann 200-400€ im Jahr.

      • copacetic@discuss.tchncs.deOP
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        4 days ago

        Aktueller Verbrauch ist ~3700kWh also knapp die Hälfte was Dach-PV liefern könnte. Wenn ich nun schätze, dass wir vielleicht die Hälfte unseres Verbrauch über die PV decken (weil nicht im Winter), dann verbrauche ich nur 25% selbst und 75% gehen ins Netz.

        • Imke@feddit.org
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          3 days ago

          Kann den Rechner der HTW Berlin empfehlen, der hat sich als seriös und konservativ rechnendes kostenloses Tool einen Ruf gemacht: https://solar.htw-berlin.de/rechner/solarisator/ Ich denke, mit Akku sollten da etwas mehr als 25% sein. Deine Amortisationszeit ist aber finde ich trotzdem realistisch wenn dein Angebotspreis um die 18000 war. Würde ansonsten wirklich mal überlegen was in der Lebenszeit der Anlage an zusätzlichen Verbrauchern dazukommen könnte, die Elektrifizierung von Wärme und Mobilität wird ja wahrscheinlich zunehmend Verbreitung finden, vielleicht ja auch bei dir? Oft liegt die Rendite einer Anlage (dürfte bei dir ca. 6,5% sein bei 18000 Invest und ca. 1200 € Ersparnis inkusive Stromverkauf) auch oberhalb des reduzierten PV-Zinssatzes bei der KfW, von daher lohnt sich häufig auch die kreditfinanzierte Investition, wenn du dein Geld derzeit lieber anders ausgeben oder investieren möchtest. PV mit gewissem Eigenverbrauch ist halt grundsätzlich (unabhängig von deinem individuellen Fall) ne renditestarke und sehr sichere Anlage, solange sie ein kleines bisschen gegen Unwetter versichert ist. Deswegen bekommt man bei Banken dafür auch recht unkompliziert Kredite.

        • Frieda@feddit.org
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          4 days ago

          Wir haben unsere Photovoltaikanlage mit Speicher 2017 gekauft. Schon nach 5 Jahren hatten wir - unerwartet früh - alle Ausgabe wieder raus. Der Strompreis war seitdem stärker als davor gestiegen und durch Corona und Putins Krieg zwischenzeitlich enorm. Wir fahren elektrisch und benutzen Großverbraucher hauptsächlich bei Sonnenschein. Auch die Benzinpreise sind sehr stark gestiegen und gingen phasenweise durch die Decke. Das war uns egal