Viel Aufregung gibt es gerade um Musiker Marian Gold und seine Band Alphaville aus Münster. Die Organisatoren des Glücksgefühle-Festivals am Hockenheimring haben die Band für Freitag kurzfristig ausgeladen. In der Absage heißt es, “wir dulden keine politischen Themen oder Äußerungen jeglicher Art auf unsere Bühne”.

  • HieroProtagonist@feddit.org
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    4 days ago

    Ehrlich gesagt kann ich den Standpunkt der Organisation nachvollziehen - wir leben mal wieder in politisch sehr aufgeladenen Zeiten, in denen du entweder von rechts oder links aufs Korn genommen wirst. Ein politisch neutraler Ansatz für eine Veranstaltung ohne explizit politische Ausrichtung wäre da schon wünschenswert.

    • JoKi@feddit.org
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      14
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      4 days ago

      Wäre es dann nicht sinnvoll, wenn die Ausladung die Folge eines vorherigen Diskurs mit der Band wäre? So einfach in vorauseilendem Gehorsam ist dann doch eher selbst ziemlich politisch aufgeladen.

      • HieroProtagonist@feddit.org
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        7
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        4 days ago

        Es scheint ja im Vorfeld einen Diskurs gegeben zu haben:

        Man habe Alphaville vorab darum gebeten, politische Äußerungen auf der Bühne zu unterlassen. Darauf habe man sich mit Alphaville aber nicht einigen können.

    • macniel@feddit.org
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      10
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      3 days ago

      Ein politisch neutraler Ansatz für eine Veranstaltung ohne explizit politische Ausrichtung wäre da schon wünschenswert.

      So ein Ansatz ist seit der Geburt der Menschheit nicht möglich.

      • HieroProtagonist@feddit.org
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        1
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        3 days ago

        Ich meine, vielleicht habe ich mit “etwas über 40” schon sowas wie frühzeitige Demenz oder vielleicht bin ich vor ~15 Jahren auch einfach nur blind und taub durch die Gegend gelaufen, aber ich meine damals hätte es nicht diese extreme Politisierung wie heute gegeben…

          • plyth@feddit.org
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            3 days ago

            Wenn Özdemir und Pistorius das nicht durchgängig sehen, dann ist das mit dem gesichert nicht so sicher.

            Özdemir und Pistorius unterscheiden in ihrem Beitrag zwischen einem deutsch-nationalen und einem völkischen Teil der AfD. Die deutsch-nationale Strömung könne unter Umständen mit dem Grundgesetz vereinbar sein und müsse deswegen in Parlamenten und in der Gesellschaft bekämpft werden, argumentieren die beiden Politiker.

            https://feddit.org/post/34702845

        • horsesaysweird@feddit.org
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          3 days ago

          Meine Jugend ist schon etwas länger her als 15 Jahre, aber damals war es gefühlt unpolitisch, Judenwitze aus dem dritten Reich zu reißen, von Ehefrauen zu erwarten, dass sie ihren sexuellen Pflichten nachkommen oder Ausländer zu diskriminieren. Es war nicht normal, aber es hat sich auch niemand so richtig dran gestört solange es in einem gewissen Rahmen geblieben ist. Dann ging halt mal eine Augenbraue hoch und dann war das Thema gegessen. Man will ja auf dem Dorffest keine schlechte Laune verbreiten, nur weil einer im Suff einen schlechten Witz gemacht hat.

          Aber gesellschaftliche Probleme gehen halt nicht weg wenn man sie totschweigt, man bemerkt sie als Unbetroffener nur nicht.

          Wir haben seit damals riesige Fortschritte gemacht, und trotzdem fühlt es sich so an, als wären die gesellschaftlichen Gräben tiefer und tiefer geworden. Dabei waren die Gräben schon immer da und es lagen nur Bretter drüber, und die sind jetzt eben durchgemodert und ab und zu kracht einer mit dem Fuß durch und rastet aus, weil er das doch früher auch sagen durfte, ohne Gegenwind zu ernten.


          Aber ich gebe Dir insofern recht, dass ich den Veranstalter verstehen kann. Bei einem Festival kann so dermaßen viel schiefgehen, da braucht man nicht auch noch einen Shitstorm wegen irgendeiner Kleinigkeit. Scheint nur nach hinten losgegangen zu sein, was ich wiederum richtig finde. Musik ist nunmal oft politisch. Es ist absurd, von den Musikern zu erwarten, sich nicht politisch zu äußern.

    • Ooops@feddit.org
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      3 days ago

      Klare Ablehung von Extremisten, egal ob links oder rechts, ist ein politisch neutraler, demokratischer Ansatz und sollte grundlegender gesellschaftlicher Konsens sein.

        • Ooops@feddit.org
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          3 days ago

          Wolltest du jemandem antworten, der das behauptet hat?

          Ich hab auf die Aussage, dass in polarisierten Zeit auch unpolitische Veranstaltungen wünschenswert seien, geantwortet, dass es doch gar kein Problem gibt, da die Ablehnung von Extremisten schließlich eine unpolitische und demokratische Mehrheitsmeinung ist. Was has du stattdessen gelesen?

          Sorry, wenn “Nazis raus” für dich kontrovers ist. Für geistig gesunde Menschen ist die Ablehung von Extremisten nicht politisch, sondern normal.