Dieses Projekt wurde auf dem Rücken der Beschäftigten gebaut. Viele Mitarbeitende berichten von drastisch längeren Arbeitstagen seit dem Start von BILD TV. In den Interviews ist von realen Wochenarbeitszeiten weit über dem Vertrag die Rede, und einige schildern Schichten von bis zu 18 Stunden am Tag. Gleichzeitig mussten viele plötzlich Dinge machen, für die sie weder ausgebildet noch ausreichend unterstützt wurden: live vor der Kamera, Video produzieren, schneiden, Ton organisieren. Zusätzlich zum normalen Print- und Onlinebetrieb und natürlich ohne personelle und strukturelle Vorbereitung a.k.a. bei gewohnt fehlender Professionalität.
Einer der zentralen Punkte in der Studieist die Fixierung auf Breaking News. Reichelt setzte stark darauf, dass ständig etwas Krasses passieren müsse, das man à la Fox News live aufblasen kann. Das Problem für BILD: Es gab nichts! Ein Zitat aus der Studie bringt das sehr gut auf den Punkt: Man sei eben nicht in den USA, wo „das dritte Einkaufszentrum noch irgendwie einen Überfall erlebt“.
Boulevard lebt eigentlich davon, Ereignisse zu verdichten. Emotionalisieren, personalisieren, zuspitzen. Im Live-Modus funktioniert das nur begrenzt, denn hier sieht man schneller, wenn die Substanz fehlt. So hat BILD TV Ereignisse stundenlang zerredet, gedehnt und aufgeblasen. Ein befragter Chefreporter kritisiert, man „überspanne“ vieles, man „zerrede“ gute Geschichten und dehne Ereignisse „wie einen Kaugummi“. Das Ergebnis sei eine langweilige Berichterstattung.
Da hatte jemand das Internet als Medium nicht verstanden.
was auch einer der Gründe ist, warum Ex-Milliardär Gotthardt, auf dessen Geheiß hin dieser Mist aus der Wiege gehoben wurde, mittlerweile nur noch Millionär ist.
Wäre die Plattform nicht so verachtenswert, man könnte ihm zu seinem Erfolg und dem “richtigen Weg”, den er monetär geht, nur gratulieren und fragen, wann er denn stempeln gehen darf.
Da hatte jemand das Internet als Medium nicht verstanden.
Nius macht es deutlich besser.
Nius hat aber keine Gewinnabsicht. Das will nur Unionspolitiker nach rechts rücken. Zumindest ergibt ihre Strategie nur so Sinn für mich.
was auch einer der Gründe ist, warum Ex-Milliardär Gotthardt, auf dessen Geheiß hin dieser Mist aus der Wiege gehoben wurde, mittlerweile nur noch Millionär ist.
Wäre die Plattform nicht so verachtenswert, man könnte ihm zu seinem Erfolg und dem “richtigen Weg”, den er monetär geht, nur gratulieren und fragen, wann er denn stempeln gehen darf.