• plyth@feddit.org
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    17 hours ago

    wie wären denn die frei zugänglichen Wanderwege in den Alpen (absolut ein öffentliches Gut würd ich sagen) je mit gemeinschaftlich privatwirtschaftlichen Wegen zustande gekommen?

    Wenn die Eigentümer keine sich isolierenden Milliardäre sind sondern die breite Bevölkerung, dann würde man einen Weg finden, sich zu einigen, da ja fast jeder Interesse an einem Wegenetz hat.

    Ich denke der Unterschied ist, dass zentral verwalteter Besitz wie eine Monokultur ist. Es ist einfach zu kontrollieren, aber auch anfällig. Mischkulturen sind aufwändiger aber dafür auch sicherer.

    Die Elite lebt davon, mit wenigen Anrufen alles erledigen zu können. Wenn das aufwändiger ist, ist das für alle aufwändiger, aber nur für die Elite ein wirkliches Hinderniss.

    • jaschop@awful.systems
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      13 hours ago

      Ich hab durchaus Symapthie für solche dezenzentralen Ansätze. (“rhizomatisch” ist eins meiner Lieblingsadjektive.) Die Kleinstaaterei im Fediverse oder Trägerschaften auf kommunaler Ebene statt Land/Bund (z.B. MVZs, KiTas, Wohnen) finde ich gut.

      Ich glaube aber, dass man gewisse dicke Bretter der Verteilungsgerechtigkeit so nicht gebohrt bekommt, z.B. Rente, Grundsicherung & Gesundheitsversorgung. Auch kann man so keine schon bestehenden Kapitalkonzentrationen aufbrechen. (Z.B. die Eigentümer der Wiesen und Wälder, die die freien Wanderwege blockierten, waren nicht die breite Bevölkerung.) Dazu kommen manche Sektoren, die von ihrer Natur her von Zentralisierung profitieren, z.B. die Bahn & Strom/Datennetze.

      Am Ende glaube ich aber auch, es muss kein Widerspruch sein. Es sind zwei Strategien der Befreiung, die man vefolgen kann. Bei manchen Themen ist die eine im Vorteil, bei manchen die andere. Ein Bias welche Strukturen die besten sind, sollte nicht realisierbaren positiven Projekten im Weg stehn.