Ich wähle nicht sofort eins: Die sind deutlich teurer, als Verbrenner. Ausserdem gibt es wohl kaum eine Maschine, die mehr Daten über den Nutzer sammelt und an den Hersteller verschickt, ohne, dass man etwas dagegen tun könnte.
Ein alter Verbrenner wäre in beiden Punkten deutlich besser.
Und noch besser ist gar kein Auto.
Edit: verrückt, wie viele sofort meine persönliche Situation kennen und wissen, dass ein E-Auto die bessere Wahl für mich ist. Augenöffnend!
Was hat die Antriebsart damit zu tun, welche Daten gesammelt werden? Das kann dir in jedem aktuellen Verbrenner ebenso passieren. Bewegungsprofile allgemein kriegst du auch über Zapfsäulen und Nummernschild-Tracking, dafür braucht es keine Ladesäule.
Fehlender Datenschutz ist ein Problem von neueren Autos. Wenn ich einen Gebrauchtwagen von vor 2015 kaufen möchte, hab ich wohl sehr wenig Auswahl bei den E-Fahrzeugen. Neuere E-Autos, genau so wie neuere Verbrenner, sind rollende Datenkraken mit mehr Kameras und Mikrofonen als das Tagesschau-Studio.
Gegen Bewegungsprofile hilft dann nur Fahrradfahren und Öffis. Daher mein Fazit - idealerweise gar kein Auto.
Eine Option könnte noch sein einen alten Verbrenner auf E umzurüsten, ich meine für Massenmodelle wie Golf IV gibt es mitlerweile vorgefertigte Konversion Kits wo man dann nicht ganz so viel ärger mit der Zulassung hat.
Ist aber glaub ich trotzdem nen ziemlicher Aufwand.
Kann es sein, dass dein Narrativ hier eher dahin abzielt: alle Autos sind scheiße, daher Fahrrad fahren?
Ich finde die Verkettung “E-Autos sind neu, neu=schlecht, daher sind E-Autos schlecht” ziemlich sinnlos, weil es wie gesagt nichts mit dem Antrieb zu tun hat, ob ein Auto Datenschutz besser oder schlechter einhält.
Dazu kommt wieder das “dann fahrt doch alle Fahrrad und Bahn” Argument. Nein, kann ich nicht. Also doch, ich mache beides, aber ich komme nunmal mit der Bahn nicht verlässlich und bezahlbar die 1200km im Monat, die ich Langstrecke fahren muss (560km für einen Weg Süden nach Norden). Und das geht halt vielen so, das ist doch keine Ideologie, sondern einfach ein Resultat unserer Verkehrspolitik der letzten 50 Jahre. Bahn und Fahrrad sind super, aber leider bleibt das Auto für viele unerlässlich und da finde ich den Griff zum E-Auto, wenn man denn schon muss, deutlich klüger als die Umwelt mit alten Verbrennern zu verpesten.
Ja, alle Autos als Massentransportmittel sind scheiße, E-Autos inbegriffen. Dass sie besser als Verbrenner sind, macht sie nicht zu einem Verkehrsmittel, auf das wir als uns als Gesellschaft hauptsächlich stützen sollten.
Zum Thema: originale Aussage war, dass E-Autos ein no-brainer sind. Dem widerspreche ich, in meiner Situation mit meinen Rahmenbedingungen und der aktuellen Lage (insbesondere der Anschaffungspreis) ist ein E-Auto kein “no-brainer”. Wo biege ich hier deiner Meinung nach falsch ab?
Und fühl dich nicht angegriffen, weil du das System durch deine vielen Autokilometer unterstützt, statt alternative Lösungen zu suchen. Ich sehe das Problem im System, nicht im Individuum.
Ich fühle mich in keinster Weise angegriffen, wir sprechen eben auf zwei Ebenen und auf der höheren Abstraktionsebene lässt es sich immer recht gut auf alle anderen herabschauen, die ja “nur das System unterstützen”.
Natürlich tun wir das, auch du. Wir sind ein Teil des Systems und müssen uns leider gewissen Rahmenbedingungen fügen, auch, wenn wir sie nicht mögen, um die Existenz zu sichern. Du scheinst mir eher ideologisch unterwegs zu sein, was fein ist und auch eine Bereicherung darstellen kann, aber sobald Ideologie Existenz belehren will, stoßen wir immer etwas an die Grenzen des konstruktiv Machbaren.
Gleichzeitig wirkt es - sorry - ironisch, dass du die originale Aussage mit einem Argument rein individuellen Ursprungs entkräften möchtest: weil es für dich nicht möglich ist, ist es für alle anderen eine komplexere Entscheidung, sich ein E-Auto zu kaufen. Da vermischt du aber zwei Sachen, das eine ist das berechtigte Kaufpreisargument, was aber die Technologie nicht beschissener macht, sondern das System, in dem sie verwertet wird. Das andere ist halt die Tatsache, dass derzeit ein E-Auto einem Verbrenner in so ziemlich jedem Punkt, der mir einfällt, überlegen ist. Kann man anders sehen, aber dann brauche ich da bitte konkrete Argumente. Du wirfst aber beides zusammen und das wäre dann das falsche abbiegen, nach dem du fragst.
Und ja, ich bin auch kein Auto-Fan, aber die Realität ist, dass unsere Gesellschaft viele Jahrzehnte auf Individualmobilität getrimmt wurde und wir das nicht schlagartig ändern können. Unter diesem Aspekt halte ich es für absolut sinnvoll, im nächsten Schritt Verbrenner abzuschaffen, um erstmal der Umwelt einen (viel zu kleinen und viel zu späten) Gefallen zu tun. Dann schaffen wir hoffentlich die Transition auf autonomes Fahren und damit auch neue Perspektiven hinsichtlich der Positionierung öffentlicher Transportmittel.
Zuletzt: hilf mir bitte nochmals, denn ich lese absolut nichts aus deiner Antwort, das mir irgendwas an Alternativen oder Lösungsideen liefern würde, sondern eigentlich nur “Autos sind scheiße und alle, die eins benutzen, sind pauschal schuld, dass es nicht besser wird”. Oder war das schon dein Lösungsangebot?
Klar sind Verbrenner günstiger in der Anschaffung. Und wenn ich wenig fahre, was ich jedem empfehlen würde, dann hole ich die Preisdifferenz sicher nicht durch die günstigeren laufenden Kosten eines E-Autos raus.
Und wenig Autofahren sollte das Ziel von allen sein.
Ich wähle nicht sofort eins: Die sind deutlich teurer, als Verbrenner.
Achso? Habe seit 8 Jahren nichtmehr getankt und mein auto lädt mit Nachtstrom, vorher vielleicht alle 3 Wochen einmal 60 liter benzin gekauft. Wie genau ist das jetzt teurer?
Ich wähle nicht sofort eins: Die sind deutlich teurer, als Verbrenner. Ausserdem gibt es wohl kaum eine Maschine, die mehr Daten über den Nutzer sammelt und an den Hersteller verschickt, ohne, dass man etwas dagegen tun könnte.
Ein alter Verbrenner wäre in beiden Punkten deutlich besser.
Und noch besser ist gar kein Auto.
Edit: verrückt, wie viele sofort meine persönliche Situation kennen und wissen, dass ein E-Auto die bessere Wahl für mich ist. Augenöffnend!
Was hat die Antriebsart damit zu tun, welche Daten gesammelt werden? Das kann dir in jedem aktuellen Verbrenner ebenso passieren. Bewegungsprofile allgemein kriegst du auch über Zapfsäulen und Nummernschild-Tracking, dafür braucht es keine Ladesäule.
Fehlender Datenschutz ist ein Problem von neueren Autos. Wenn ich einen Gebrauchtwagen von vor 2015 kaufen möchte, hab ich wohl sehr wenig Auswahl bei den E-Fahrzeugen. Neuere E-Autos, genau so wie neuere Verbrenner, sind rollende Datenkraken mit mehr Kameras und Mikrofonen als das Tagesschau-Studio.
Gegen Bewegungsprofile hilft dann nur Fahrradfahren und Öffis. Daher mein Fazit - idealerweise gar kein Auto.
Eine Option könnte noch sein einen alten Verbrenner auf E umzurüsten, ich meine für Massenmodelle wie Golf IV gibt es mitlerweile vorgefertigte Konversion Kits wo man dann nicht ganz so viel ärger mit der Zulassung hat.
Ist aber glaub ich trotzdem nen ziemlicher Aufwand.
Kann es sein, dass dein Narrativ hier eher dahin abzielt: alle Autos sind scheiße, daher Fahrrad fahren?
Ich finde die Verkettung “E-Autos sind neu, neu=schlecht, daher sind E-Autos schlecht” ziemlich sinnlos, weil es wie gesagt nichts mit dem Antrieb zu tun hat, ob ein Auto Datenschutz besser oder schlechter einhält.
Dazu kommt wieder das “dann fahrt doch alle Fahrrad und Bahn” Argument. Nein, kann ich nicht. Also doch, ich mache beides, aber ich komme nunmal mit der Bahn nicht verlässlich und bezahlbar die 1200km im Monat, die ich Langstrecke fahren muss (560km für einen Weg Süden nach Norden). Und das geht halt vielen so, das ist doch keine Ideologie, sondern einfach ein Resultat unserer Verkehrspolitik der letzten 50 Jahre. Bahn und Fahrrad sind super, aber leider bleibt das Auto für viele unerlässlich und da finde ich den Griff zum E-Auto, wenn man denn schon muss, deutlich klüger als die Umwelt mit alten Verbrennern zu verpesten.
Ja, alle Autos als Massentransportmittel sind scheiße, E-Autos inbegriffen. Dass sie besser als Verbrenner sind, macht sie nicht zu einem Verkehrsmittel, auf das wir als uns als Gesellschaft hauptsächlich stützen sollten.
Zum Thema: originale Aussage war, dass E-Autos ein no-brainer sind. Dem widerspreche ich, in meiner Situation mit meinen Rahmenbedingungen und der aktuellen Lage (insbesondere der Anschaffungspreis) ist ein E-Auto kein “no-brainer”. Wo biege ich hier deiner Meinung nach falsch ab?
Und fühl dich nicht angegriffen, weil du das System durch deine vielen Autokilometer unterstützt, statt alternative Lösungen zu suchen. Ich sehe das Problem im System, nicht im Individuum.
Ich fühle mich in keinster Weise angegriffen, wir sprechen eben auf zwei Ebenen und auf der höheren Abstraktionsebene lässt es sich immer recht gut auf alle anderen herabschauen, die ja “nur das System unterstützen”.
Natürlich tun wir das, auch du. Wir sind ein Teil des Systems und müssen uns leider gewissen Rahmenbedingungen fügen, auch, wenn wir sie nicht mögen, um die Existenz zu sichern. Du scheinst mir eher ideologisch unterwegs zu sein, was fein ist und auch eine Bereicherung darstellen kann, aber sobald Ideologie Existenz belehren will, stoßen wir immer etwas an die Grenzen des konstruktiv Machbaren.
Gleichzeitig wirkt es - sorry - ironisch, dass du die originale Aussage mit einem Argument rein individuellen Ursprungs entkräften möchtest: weil es für dich nicht möglich ist, ist es für alle anderen eine komplexere Entscheidung, sich ein E-Auto zu kaufen. Da vermischt du aber zwei Sachen, das eine ist das berechtigte Kaufpreisargument, was aber die Technologie nicht beschissener macht, sondern das System, in dem sie verwertet wird. Das andere ist halt die Tatsache, dass derzeit ein E-Auto einem Verbrenner in so ziemlich jedem Punkt, der mir einfällt, überlegen ist. Kann man anders sehen, aber dann brauche ich da bitte konkrete Argumente. Du wirfst aber beides zusammen und das wäre dann das falsche abbiegen, nach dem du fragst.
Und ja, ich bin auch kein Auto-Fan, aber die Realität ist, dass unsere Gesellschaft viele Jahrzehnte auf Individualmobilität getrimmt wurde und wir das nicht schlagartig ändern können. Unter diesem Aspekt halte ich es für absolut sinnvoll, im nächsten Schritt Verbrenner abzuschaffen, um erstmal der Umwelt einen (viel zu kleinen und viel zu späten) Gefallen zu tun. Dann schaffen wir hoffentlich die Transition auf autonomes Fahren und damit auch neue Perspektiven hinsichtlich der Positionierung öffentlicher Transportmittel.
Zuletzt: hilf mir bitte nochmals, denn ich lese absolut nichts aus deiner Antwort, das mir irgendwas an Alternativen oder Lösungsideen liefern würde, sondern eigentlich nur “Autos sind scheiße und alle, die eins benutzen, sind pauschal schuld, dass es nicht besser wird”. Oder war das schon dein Lösungsangebot?
Die sind unterm Strich eben nicht teurer als Verbrenner. Außer du kaufst das Auto, damit es herumsteht.
Klar sind Verbrenner günstiger in der Anschaffung. Und wenn ich wenig fahre, was ich jedem empfehlen würde, dann hole ich die Preisdifferenz sicher nicht durch die günstigeren laufenden Kosten eines E-Autos raus.
Und wenig Autofahren sollte das Ziel von allen sein.
Achso? Habe seit 8 Jahren nichtmehr getankt und mein auto lädt mit Nachtstrom, vorher vielleicht alle 3 Wochen einmal 60 liter benzin gekauft. Wie genau ist das jetzt teurer?
Du darfst nur den Kaufpreis anschauen. Alles andere ist zu kompliziert! /s
Es ist offensichtlich für dich zu kompliziert, ein anderes Szenario als das des Durchschnittsdeutschen mit 100.000 Stadt-km/Jahr zu rechnen.
Das ist schön für dich. Ich fahre wenig Auto und würde die Mehrkosten nicht durch geringe Haltungskosten reinfahren können.
Daher, wie gesagt: Idealerweise kein Auto. Aber wenn es doch eins sein muss, dann ist in meiner Lage ein Verbrenner günstiger.