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    18 days ago

    Klassisches Henne-Ei-Problem, das nur durch den Staat und Subventionen gelöst werden kann. Es geht, wie die erfolgreiche Umstellung der Stromherstellung auf regenerative Energien zeigt. Die waren zu Beginn auch zu teuer wegen fehlenden Skalierungseffekte .

    • plyth@feddit.org
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      18 days ago

      Klassisches Henne-Ei-Problem

      Das denke ich nicht. Für die Skaleneffekte muss es eine Technologie geben, die weiterentwickelt werden kann. Für die Verbraucher kein Problem, aber was soll langfristig effizient Wasserstoff erzeugen?

      Wenn man das entwickeln will, kann man auch an einem Ort die Erzeuger bauen und alles in einem Kraftwerk oder Stahlwerk verfeuern. Wozu braucht man das Netz?

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        18 days ago

        Wasserstoff kann:

        • Lokal hergestellt werden, dann kommt die Energie übers Stromnetz
        • International hergestellt werden und übers Meer transportiert werden, dann kommt die Energie zB aus der Wüste
        • bei geologischen Vorkommen aus der Erde geholt werden, dann kommt die Energie von der Natur

        Für die beiden letzten Punkte benötigst du ein Wasserstoffnetz. Die großen Verbraucher wie Chemieindustrie und Stahlindustrie sind idR ans Gasnetz angeschlossen, weil die bisher ihre Energie durch Gas decken.

        • plyth@feddit.org
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          18 days ago

          Die Schwierigkeit liegt in der Effizienz. Tanker, Solarzellen, Elektrolyse. Für die hunderte Millionen Euro hätte man eine Anlage in der Wüste bauen und einen Tanker chartern können. Wenn Wasserstoff im Hafen günstiger als Erdgas zur Verfügung steht, baut sich das Wasserstoffnetz von alleine.

          Das Problem ist, dass der Wasserstoff trotzdem teurer wäre. Und keine Technologie hat das Potential, in den nächsten Jahren noch viel effizienter zu werden.

          • DrunkenPirate@feddit.org
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            18 days ago

            Die Schwierigkeit liegt in der Effizienz. […]. Wenn Wasserstoff im Hafen günstiger als Erdgas zur Verfügung steht, baut sich das Wasserstoffnetz von alleine.

            Das ist ja genau das Henne-Ei-Problem, welches alle neuen Technologien/ Verfahren haben. Manche schaffen den Sprung, manche nicht.

            Geschafft die hohen Anfangskosten auf Commoditykosten zu senken haben es zB: der Personalcomputer, Mobiltelefon, Mobilfunknetz/Tarife, Elektroautos, Akkus aller Art und Größe, Solarpanels - um mal ein paar Beispiele aus naheliegenden Bereichen zu nennen. Gas btw. und der Aufbau der Gasnetze wurde damals auch staatlich begünstigt. Daher sind staatliche Subventionen und Anreize derzeit wichtig bis der Markt richtig aufgebaut und in Schwung gekommen ist.

            Letztlich gibt es einige große Industrien, die gar nicht um Wasserstoff drum rum kommen, um Klimaneutral zu werden.

            • plyth@feddit.org
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              18 days ago

              Es ist nicht das gleiche wie Solarpanelen. Dort war klar, dass durch das Volumen die Kosten sinken.

              Jetzt gibt es aber schon günstige Solarzellen, Tanker und Brennstoffzellen. Wenn ich jetzt kein rentables Kraftwerk, nicht mal mit Subventionen, bauen kann, dann warten wir auf ein Wunder und verbrennen pro Jahr Geld für ein Netzwerk, das besser für Forschung genutzt werden sollte.

              Wenn Wasserstoff aus Erdgas kommt, ist er nicht grün. Die Industrien mit den Anforderungen sind dann einfach nicht mehr in Deutschland.

              • DrunkenPirate@feddit.org
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                17 days ago

                Wasserstoff in industriellem Maßstab herzustellen gibt es noch nicht. Die derzeitigen Elektrolysateure sind alle killefiz. Die Technologie steckt noch ganz am Anfang und da gibt es noch viel Optimierungspotenzial.

                Ich meinte übrigens natürlich auftretenden Wasserstoff der furch Bohrungen aus der Erde geholt wird. ZB in Albanien. Das ist dann grün ;)

                • plyth@feddit.org
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                  17 days ago

                  Die Technologie steckt noch ganz am Anfang und da gibt es noch viel Optimierungspotenzial.

                  Dann kann man doch alle Resourcen in die Forschung stecken.

                  Bohrungen aus der Erde

                  Interessant, aber doch sicher auch nicht zum Erdgaspreis.

              • Aniki@feddit.org
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                17 days ago

                Jetzt gibt es aber schon günstige Solarzellen, Tanker und Brennstoffzellen.

                Ja und sie werden noch günstiger.

                Die Kosten für die kWh Solarstrom sind von 2014 bis 2024 um ca. 80% gesunken, d.h. sie könnten von 2024 bis 2034 noch einmal um ca. 80% sinken, damit sinkt dann auch der Preis für Wasserstoff um beinahe 80% da der Strom den größten Teil der Kosten ausmacht.

        • Aniki@feddit.org
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          17 days ago

          Lokal hergestellt werden, dann kommt die Energie übers Stromnetz

          passt. Die Stromquellen können übrigens ebenfalls lokal gebaut werden bei Solarenergie (bei Windenergie ist das schwieriger)

          International hergestellt werden und übers Meer transportiert werden, dann kommt die Energie zB aus der Wüste

          Dass die Energie aus der Wüste kommt ist sicherheitstechnisch nicht optimal. Man möchte geopolitisch nicht dauerhaft von Nordafrika abhängig sein. Sonst müsste man z.B. große Energieunternehmen in Tunesien bauen und dann heißt es wieder “Neokolonialismus” weil der reiche Europäer nach Afrika geht und dort Land beansprucht.

          bei geologischen Vorkommen aus der Erde geholt werden, dann kommt die Energie von der Natur

          Das sind dann nicht-erneuerbare Rohstoffe, auch nicht so toll.

    • Undertaker@feddit.org
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      18 days ago

      Nein, das ist ein Eierkopf-Problem. Nur ganz wenige können Wasserstoff gebrauchen, weil der nie konkurrenzfähig sein wird für die breite Masse. Das ist eine wirtschaftliche wie physikalische Gewissheit