“wir können uns diese faulen sozialschmarotzer nicht länger leisten, die es sich in der sozialen hängematte gemütlich machen und von der arbeit anderer leben. wir sollten uns nehmen, was rechtmäßig uns gehört: höhere vermögenssteuer, soziale umverteilung, bedingungsloses grundeinkommen.”

  • Aniki@feddit.orgOP
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    1 天前

    Persönlich denke ich, dass die Steuer ausgesetzt wurde, weil man die finanzielle Elite stärken wollte so dass deutsche Milliardäre ähnlich wie Musk in Zukunftstechnologien investieren. Ich finde das sogar richtig, da ich politisch gefällten Investitionsentscheidungen nicht traue.

    ja also das kann ich tatsächlich sogar sehr gut nachvollziehen.

    1. die aussetzung der vermögenssteuer hat m.m.n. mit dem zionismus zu tun. das ist eine sehr lange geschichte aber der zionismus hat nur am rande was mit dem nahen osten und dem staat israel zu tun. hauptsächlich ist der zionismus eine so um 1900 einsetzende bewegung, die versucht hat, die gesellschaft so zu transformieren, dass sie eben wegkommt von dieser schiene “arbeiterbewegung”. stattdessen sollte es ein paar weise personen an der spitze geben, die alle entscheidungen treffen sollten weil die wissen es eben am besten. dadurch wird dann auch die lohnstagnation seit 1970 erklärt, denn wenn die menschen mehr geld haben als sie brauchen, geben sie es aus. und das führt zu chaos und womöglich unbedachten entscheidungen. stattdessen hat man ganz gezielt das kapital an der spitze akkumuliert, in der hoffnung, dass es dadurch bei großen banken landet, die am besten wissen was zu tun ist weil die verwenden ja mathematik und statistik um tatsächlich nachzudenken und zukunftsweisende entscheidungen zu machen. das ist jedenfalls meine interpretation des zionismus.

    ich denke aber, das ist zwar ein einfach gedachtes modell, aber nicht ganz richtig. denn wenn es die mathematischen fähigkeiten gibt, überhaupt aussagen über die weite zukunft zu machen und dementsprechend zu handeln, dann könnten diese fähigkeiten auch vom staat genutzt werden um entscheidungen zu treffen. also zum beispiel, die bank kann beraten aber der staat macht die entscheidungen samt z.b. finanzieller trägerschaft, was wahrscheinlich sogar besser ist weil der staat kann praktisch nicht pleite gehen. dadurch wird es dann auch möglich, deutlich aggressiver zu investieren. die chinesen machen das ja auch sehr ausführlich bei vielen technologiebereichen, z.b. solarzellen wurden 20 jahre lang heftigst subventioniert, damit sie kompetent werden. das würde eine westliche bank nie machen, weil sie einfach viel zu lange durchhalten müsste bevor sie positive ergebnisse sieht. der staat kann sich das leisten (wegen zentralbank, geld drucken, durch steuer gelder hineinleiten usw.)

    in china funktioniert’s ja auch sehr gut. es muss nur gut gemacht werden, dann geht das auch. aber ich verstehe deine bedenken. in deutschland, staat, behörden, nee, lass mal eher. sagt zumindest die praktische erfahrung.

    • plyth@feddit.org
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      20 小时前

      stattdessen sollte es ein paar weise personen an der spitze geben, die alle entscheidungen treffen sollten weil die wissen es eben am besten.

      Das ist klassische Aristokratie und damit sind das konservative Werte. Zionismus wird nicht die Ursache sein.

    • Aniki@feddit.orgOP
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      1 天前

      jedenfalls, die vorgehensweise der letzten 200 jahre, dass unternehmen entscheidungen hauptsächlich aufgrund des kurzfristigen (max. 20 jahre) gewinns machen, so kann’s nicht weitergehen. wenn alle entscheidungen innerhalb von 20 jahren profitabel sein müssten, dann würde z.b. niemand sich darum kümmern, dass kinder anständig versorgt werden.

      was wir brauchen ist eine art von leitfaden, egal wie du es nennen magst, die sicherstellt, dass wir so etwas wie einen plan für die sehr langfristige (min. 20 jahre) zukunft haben. das bedeutet eben auch, dass wir nicht nur 20 jahre in die zukunft blicken, sondern auch 100 oder 500 jahre. und dann die kurzfristigen entscheidungen in abhängigkeit von langfristigen zielen treffen.

      das bedeutet eben aber, dass so ein leitfaden gemacht wird. das kann offensichtlich nur durch eine breite gesellschaftliche diskussion¹ geschehen, und genau dafür trete ich ein. wir brauchen so platformen wie lemmy, mit communities, posts, wo diskutiert werden kann, damit die menschheit ihre eigene zukunft einfach erfinden kann, durch diskussion.


      [1]: und 100% sicherlich fix nicht von einer sogenannten “expertenkommission”. pah, ich spucke der expertenkommission ins gesicht. das sind nur wieder leute die sich wichtigmachen. wir brauchen eine breite gesellschaftliche diskussion.

      • plyth@feddit.org
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        22 小时前

        was wir brauchen ist eine art von leitfaden, egal wie du es nennen magst, die sicherstellt, dass wir so etwas wie einen plan für die sehr langfristige (min. 20 jahre) zukunft haben.

        Roboter, AI und Resourcenkriege machen das Planen fast unmöglich. Sicherheit kommt nur durch Verzicht auf Freiheit. Freiheit braucht man aber, um reagieren zu können.

        Ich denke, der Leitfaden ergibt sich, wenn man Menschen mit Mitgefühl begegnet. D.h. jede Gemeinschaft kann ihn durch ihr tägliches Handeln entwickeln. Schwierig ist, eine Gemeinschaft zu finden, die das reflektiert macht.

        • Aniki@feddit.orgOP
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          7 小时前

          Roboter, AI und Resourcenkriege machen das Planen fast unmöglich

          also das sehe ich nicht so. erstens denke ich nicht, dass diese ressourcenkriege wirklich kommen werden. lange zeit galt die energieversorgung als der einzige flaschenhals der gesellschaft (“fossile rohstoffe sind endlich, daher können wir nicht unendlich lange als moderne gesellschaft bestehen”); das ändert sich gerade grundlegend durch erneuerbare energien. dadurch wird so etwas wie eine langfristig stabile moderne gesellschaft überhaupt erst möglich, und darüber kann man durchaus analysen schreiben (gleichgewichtsbetrachtungen, etc.). im übrigen muss ich noch einmal die raumfahrt betonen, von der ich glaube dass sie eine große rolle spielen wird in den nächsten 100 jahren.


          Sicherheit kommt nur durch Verzicht auf Freiheit

          und dem stimme ich auch nicht zu. denn weder führt ein verzicht auf freiheit zu sicherheit (eher das gegenteil, meistens, denn dadurch können tyrannen erst so richtig loslegen), noch muss man seine freiheit aufgeben für sicherheit. geopolitische stabilität ergibt sich aus der “stabilität des sternenhimmels”, also was damit gemeint ist, dass die welt in länder aufgeteilt ist weil dahinter die vorstellung steckt, dass die welt verschiedene organe braucht genauso wie ein organismus verschiedene organe braucht. und deshalb ist es halt nicht möglich, dass ein land so sagt “naja, ich überfalle jetzt das andere” weil es eben alle länder braucht, nicht nur eins davon.