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Eine solche Normalisierung schaffen Parteien nur bedingt von allein. Die haben zwar Diskursstrategien, um sich im Mainstream zu etablieren. Das nennt sich Metapolitik, aus der Neuen Rechten kennen wir das schon lange. Aber Normalisierung entsteht, wenn andere Parteien Themen und Sprache solcher Akteure übernehmen. Insofern haben die Mainstreamparteien den Gegner groß gemacht, den sie eigentlich klein halten wollten.

[…]

Der zweite Punkt: Die Parteien sollten endlich über ihre eigenen Themen sprechen. Sven Schulze war kaum nominiert, da verkündete er bereits, er werde Migration in den Mittelpunkt stellen. Nach Lage der Dinge - egal welche Migrationspolitik man befürwortet - ist das kein Weg, um die AfD zu schwächen.

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  • Kaiser_Karl_II@feddit.org
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    22 hours ago

    Zur SPD passiert denke ich eher dieser Absatz:

    Was kann die SPD dann dagegen tun, dass sie Wähler an die AfD verliert? Weniger links sein?

    Die Sozialdemokratie verliert Wähler in verschiedenen Richtungen, nicht nur zur AfD, auch zur Union, zu den Grünen und zur Linken. Letztlich blutet die Sozialdemokratie in verschiedenen Richtungen aus - bei der einen Wahl mehr in diese, bei der anderen Wahl mehr in die andere Richtung. Aus der Forschung können wir nicht ableiten, dass es klug für die SPD wäre, verstärkt auf das Migrationsthema zu setzen. Klüger wäre es, auf sozial- und wirtschaftspolitische Themen zu setzen, allerdings kann die Partei an der Bundesregierung hier momentan kein Profil entwickeln. Das Migrationsthema allerdings nutzt der SPD nicht. Übrigens, auch der CDU nicht.

    • rumschlumpel@feddit.org
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      21 hours ago

      Mein Argument ist ja, dass die Politiker ihr Verhalten bewusst nicht ändern, obwohl es ihren Umfragewerten und Wahlergebnissen schadet, weil sie damit ihre Parteispender, zukünftigen Arbeitgeber usw. unterstützen.

      • einkorn@feddit.org
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        21 hours ago

        Ich bin kein Freund von Politikern, die ihr Verhalten ändern, um mehr Wählerstimmen zu bekommen. Wenn jemand die Meinung zu einem Thema begründet ändert, ist das eine Sache. Aber Politiker, die ihre Position aus Kalkül ändern und daher effektiv Macht um der Macht Willen wollen? Nein, danke.

        • rumschlumpel@feddit.org
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          20 hours ago

          Lieber so, als den Wählerwillen weitgehend ignorieren wie bisher. Es ist ja nicht so, als würden ihnen irgendwelche Ergebnisse Recht geben im Sinne einer Technokratie die grundsätzlich im Sinn der Bevölkerung ist, auch wenn die Bevölkerung das nicht einsieht.

      • Kaiser_Karl_II@feddit.org
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        21 hours ago

        Das darfst du natürlich so behaupten. Halte ich vom persönlichen Eindruck der Abgeordneten die ich kenne aber für sehr sehr sehr unwahrscheinlich. Das soll auch nicht heißen das es nicht korrupte Leute, sogar in den vorderen Reihen gibt, denke aber das ist eher die Ausnahme als die Regel.

        • rumschlumpel@feddit.org
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          20 hours ago

          Würdest du das auch für Leute wie Merz oder Spahn unterschreiben? Ich meine mit “Spitzenpolitiker” schon die Parteispitzen der großen Parteien, nicht die Hinterbänkler im Parlament.

          • Kaiser_Karl_II@feddit.org
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            18 hours ago

            Ich habe mir in Leben wirklich nicht genug Jens Spahn angehört (eigentlich noch nie einen Redeschnipsel von ihm der länger als eine Minute ist), deshalb schwierig für mich zu beurteilen was die Motivation seiner Handlungen sind.

            Vom Eindruck auf jeden Fall möglich das er eine dieser Ausnahmen ist.

            • trollercoaster@sh.itjust.works
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              3 hours ago

              Was Politiker öffentlich sagen sagen, hat wenig bis gar nichts damit zu tun, was sie wollen. Beim Spahn muss man nur die sehr offensichtlichen Geldflüsse anschauen, um zu wissen, was der wirklich will: Sich und seine Freunde maximal auf Kosten der Allgemeinheit bereichern.