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Eine solche Normalisierung schaffen Parteien nur bedingt von allein. Die haben zwar Diskursstrategien, um sich im Mainstream zu etablieren. Das nennt sich Metapolitik, aus der Neuen Rechten kennen wir das schon lange. Aber Normalisierung entsteht, wenn andere Parteien Themen und Sprache solcher Akteure übernehmen. Insofern haben die Mainstreamparteien den Gegner groß gemacht, den sie eigentlich klein halten wollten.
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Der zweite Punkt: Die Parteien sollten endlich über ihre eigenen Themen sprechen. Sven Schulze war kaum nominiert, da verkündete er bereits, er werde Migration in den Mittelpunkt stellen. Nach Lage der Dinge - egal welche Migrationspolitik man befürwortet - ist das kein Weg, um die AfD zu schwächen.
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In der Regel gewinnen rechtspopulistische Parteien nach einer Regierungsbeteiligung bei den nächsten Wahlen hinzu.
Wo ist das der Fall? In Österreich auf Bundesebene jedenfalls nicht.
Der CDU empfiehlt er, nicht ständig denselben Fehler zu wiederholen.
Hmm, ist das nicht die Definition von konservativer Politik?
Man beachte, dass der Begriff “Mainstreamparteien” als Vorstufe zu “Altparteien”/“Kartellparteien” hier einfach von der AfD übernommen wurde.
dass der Begriff “Mainstreamparteien” als Vorstufe zu “Altparteien”/“Kartellparteien” hier einfach von der AfD übernommen wurde
AFAIK: Der Begriff Mainstream-Parteien ist schon länger üblich und findet sich in wissenschaftlichen Arbeiten, auf Wikipedia, …
Der Begriff Mainstream-Parteien ist schon länger üblich und findet sich in wissenschaftlichen Arbeiten, auf Wikipedia, …
Ich finde auf ganz Wikipedia nur vier Erwähnungen:
- in einem Artikel über die Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) 🔔🔔🔔
- in einem Artikel über Austerität
- in zwei Artikeln über Politik in Indien
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial%3ASuche&search=mainstreamparteien
https://de.wikipedia.org/w/index.php?search="Mainstream-Parteien"&title=Spezial%3ASuchedeleted by creator
Es ist aber genau das Narativ der AfD: Wir gegen den Mainstream (implizit auch keine Unterscheidung zwischen Parteien, “sind doch eh alle miteinander im Bunde”). Das Wort Mainstream findet seid den 80ern Verwendung, aber rechte Kreise haben es für sich umfunktioniert, richtig populär dann mit Trump seit 2016. Rechte nutzten “Mainstream” und “Mainstreamparteien” immer gerne als Dog Whistle für “Altparteien” und “Kartellparteien”, in den letzten 2 Jahren nach meinem Gefühl nochmal sehr viel stärker. Genau weil es ein Wort ist, dass die AfD aus ihrer inszinierten Opferrolle gegen ihre politischen Gegner (alle anderen Parteien) einsetzt, kommt kein Mensch darauf, die AfD eine Mainstreampartei zu nennen. Und das obwohl die AfD seit 2013 existiert und nach Umfragen stärkste Kraft ist.
Der zweite Punkt: Die Parteien sollten endlich über ihre eigenen Themen sprechen.
Mehr als 2/3 der deutschen Wählerstimmen nach Umfragen entfallen auf Parteien, die keine eigenen Themen haben, sondern deren einzige Existenzberechtigung Korruption und Selbstbereicherung ist, gepaart mit viel und lautem Geschrei, um von selbiger abzulenken.
Der Wähler ist ganz einfach zu dämlich, um Parteien zu wählen, die Inhalte haben. Denn Inhalte keifen nicht laut genug auf Youtube, Social Media oder den Springer Titelseiten, und werden dann auch nicht tausendfach von allen anderen Medien abgeschrieben.
Mehr als 2/3 der deutschen Wählerstimmen nach Umfragen entfallen auf Parteien, die keine eigenen Themen haben
Quelle bitte?
Wobei ich zugeben muss dass “Dagegen Sein” vielen genung zu sein scheint.
Quelle bitte?
Steht da oben bereits. Nennt sich Wahlumfragen…
Die AfD hat keine Inhalte außer Populismus und Hetze. Denn deren reales Programm geht ja total am Wähler vorbei; tatsächlich kann man AfD-Wählern aus dem AfD-Programm vorlesen und die schreien laut “Fake News!”.
Die C*U plappert AfD Populismus und Hetze nur noch nach und wundert sich dann, dass niemand von dort zu ihnen wechselt. Tatsächliche Inhalte: siehe Wahlversprechen, die weitestgehend innerhalb der ersten 2 Wochen gebrochen wurde (ein zentrales gar noch vor Regierungsbildung)… ohne dafür groß Stimmen zu verlieren, außer an die “das selbe in noch korrupter und noch radikaler”-Partei rechts von ihnen. Weil deren Wähler Inhalte absolut nicht interessieren. Okay,
KorruptionLobbyismus und Selbstbereicherung sind wohl auch Inhalte, aber ob es das ist, was die Wähler bewegt.SPD macht wie seit Jahrzehnten Wahlwerbung als wäre sie eine Arbeiterpartei. Tatsächliche Inhalte: keine, denn sie machen einfach jede Scheiße mit, wenn es dafür Regierungsposten gibt. (Aber wenigstens kriegen deren Wähler Bonuspunkte, weil sie zumindest Konsequenzen ziehen. Keine sinnvollen, wenn man sich die Wählerwanderung anguckt, aber immerhin mehr als der durchschnittliche C*U-Wähler.)
Reichen dir die 60+% oder soll ich mir die Arbeit machen auch noch 10-15% Kleinparteien und Sonstigen aufschlüsseln?
(Nagut: für die FDP mach ich’s sogar freiwillig, weil ich die neue “Scheiß auf Liberalismus”-Marschrichtung der “Liberalen” dermaßen verachte… Was gibt’s stattdessen? Korruption -achnee, das heißt hier ja Lobbyismus- und Hetze -nur hier eben eher gegen Arme- auf AfD Niveau, inklusive der ständigen Betonung eine Kooperation mit dieser selbstverständlich nicht abzulehnen. Die handvoll überreicher Spender, die von der Politik etwas haben, soll es mit großzügigen Investitionen in Kampagnen und Parteispenden wohl wie immer richten. Schade nur, dass diese Leute von AfD Politik genauso profitieren und sich oft eher an die Nachfolger der Nazis halten, unter denen der Reichtum ursprünglich entstand.)
Also ich hatte den Eindruck, dass Die Linke mit ihrer Strategie, ganz klar auf eigene Themen zu setzen, durchaus Erfolg hat.
Das sehe ich auch so. Man kann Wähler sehr gut mit eigenen Inhalten interessieren.
Echt? Wie groß ist die Chance auf eine Regierung ohne neoliberalen Turbokapitalismus, Ausbeutung der Masse zur Bereicherung Weniger und penetrantem rechtspopulistischen Gekreische zur Ablenkung noch gleich? Mit 10 statt 5% dumm danebenstehen und den Marsch der Gesellschaft nach Rechts betrauern hilft halt irgendwie doch nicht…
Mit 10 statt 5% dumm danebenstehen und den Marsch der Gesellschaft nach Rechts betrauern hilft halt irgendwie doch nicht…
Oh dann ist die Lage wohl komplett aussichtslos.
Schade das Wahlen immer aus ganz oder gar nicht bestehen. Am besten gar nicht erst wählen gehen. Gibt ja eh nur nur noch eine Möglichkeit.
Themenunabhängig, wo ist der nächste Baum und Seilladen? 🪢🌳
/S
Schön, dass du perfekt demonstrierst, wie absolut kaputt die Debatte ist.
Wenn man wagt zu erwähnen, dass 10% ohne jede Chance auf Mitwirkung, im Gegensatz zu einer rechtspopulistischen absoluten Mehrheit, kein Erfolg sind, hagelt es Downvotes und polemischen Dreck, dass man sich doch bitte erhängen soll.
Muss toll sein, wenn man sich selbst bejubeln kann, während Steigbügelhalter die Vorbereitungen dafür treffen, dass Faschisten das Land niederbrennen.
Weiter so! Du machst alles richtig! 👏
Spoiler
/s
Der CDU empfiehlt er, nicht ständig denselben Fehler zu wiederholen.
Guter Witz. Wenn z.B. Merz nichts mit Vorurteilen machen darf, was bleibt dann noch? Eine leere Hülle?
Ich habe immer wieder meine Zweifel, dass Spitzenpolitiker von Parteien wie CDU oder SPD wirklich so dumm sind und nicht genau das erreichen, was sie vorhatten. Sie tun ja offensichtlich alles um den Interessen von Milliardären zu dienen, da passt es doch sehr gut ins Bild, dass sie eine rechtsextreme Partei fördern.
Zur SPD passiert denke ich eher dieser Absatz:
Was kann die SPD dann dagegen tun, dass sie Wähler an die AfD verliert? Weniger links sein?
Die Sozialdemokratie verliert Wähler in verschiedenen Richtungen, nicht nur zur AfD, auch zur Union, zu den Grünen und zur Linken. Letztlich blutet die Sozialdemokratie in verschiedenen Richtungen aus - bei der einen Wahl mehr in diese, bei der anderen Wahl mehr in die andere Richtung. Aus der Forschung können wir nicht ableiten, dass es klug für die SPD wäre, verstärkt auf das Migrationsthema zu setzen. Klüger wäre es, auf sozial- und wirtschaftspolitische Themen zu setzen, allerdings kann die Partei an der Bundesregierung hier momentan kein Profil entwickeln. Das Migrationsthema allerdings nutzt der SPD nicht. Übrigens, auch der CDU nicht.
Mein Argument ist ja, dass die Politiker ihr Verhalten bewusst nicht ändern, obwohl es ihren Umfragewerten und Wahlergebnissen schadet, weil sie damit ihre Parteispender, zukünftigen Arbeitgeber usw. unterstützen.
Ich bin kein Freund von Politikern, die ihr Verhalten ändern, um mehr Wählerstimmen zu bekommen. Wenn jemand die Meinung zu einem Thema begründet ändert, ist das eine Sache. Aber Politiker, die ihre Position aus Kalkül ändern und daher effektiv Macht um der Macht Willen wollen? Nein, danke.
Lieber so, als den Wählerwillen weitgehend ignorieren wie bisher. Es ist ja nicht so, als würden ihnen irgendwelche Ergebnisse Recht geben im Sinne einer Technokratie die grundsätzlich im Sinn der Bevölkerung ist, auch wenn die Bevölkerung das nicht einsieht.
Das darfst du natürlich so behaupten. Halte ich vom persönlichen Eindruck der Abgeordneten die ich kenne aber für sehr sehr sehr unwahrscheinlich. Das soll auch nicht heißen das es nicht korrupte Leute, sogar in den vorderen Reihen gibt, denke aber das ist eher die Ausnahme als die Regel.
Würdest du das auch für Leute wie Merz oder Spahn unterschreiben? Ich meine mit “Spitzenpolitiker” schon die Parteispitzen der großen Parteien, nicht die Hinterbänkler im Parlament.
Ich habe mir in Leben wirklich nicht genug Jens Spahn angehört (eigentlich noch nie einen Redeschnipsel von ihm der länger als eine Minute ist), deshalb schwierig für mich zu beurteilen was die Motivation seiner Handlungen sind.
Vom Eindruck auf jeden Fall möglich das er eine dieser Ausnahmen ist.
Was Politiker öffentlich sagen sagen, hat wenig bis gar nichts damit zu tun, was sie wollen. Beim Spahn muss man nur die sehr offensichtlichen Geldflüsse anschauen, um zu wissen, was der wirklich will: Sich und seine Freunde maximal auf Kosten der Allgemeinheit bereichern.
Die erste Behauptung halte ich für falsch.
Ich habe immer wieder meine Zweifel, dass Spitzenpolitiker von Parteien wie CDU oder SPD wirklich so dumm sind
Als Politiker musst du strippen ziehen können, Seilschaften knüpfen können, reden ohne was zu sagen können, kompetent wirken/spielen können …
Was du nicht können musst um erfolgreich als Politiker zu sein ist auf beratene Stimmen hören zu können. Beispiele: Trump, Merz, etc. Du machst dann zwar scheiß Politik aber solange du gewählt wirst weil du so kompetent und durchsetzungsstark wirkst obwohl du es vielleicht gar nicht bist hast du Erfolg. Das ist doch in der Wirtschaft ähnlich. Ich hab schon so viele Blender erlebt…
Bei Spahn bin ich mir sicher, dass der ohne mit der Wimper zu zucken mit den Nazis gemeinsame Sache machen würde. Der ist wirklich gefährlich. Merz ist IMHO, wie man schon woanders gelesen hat, einfach beratungsresistent und denkt, dass er alles besser weiß.
Aber Normalisierung entsteht, wenn andere Parteien Themen und Sprache solcher Akteure übernehmen. Insofern haben die Mainstreamparteien den Gegner groß gemacht, den sie eigentlich klein halten wollten.
Klar, es waren die Parteien, und nicht die Medien, die solange über die AfD berichtet haben, bis sie jeder kannte.










