Ist ja auch kein Wunder, denn seit der Lehmann-Pleite-Staatsschulden-Krise wurde so viel Geld in die Welt gespült durch Niedrig- und Nullzins, dass Assetpreise nur noch zum Mond schiessen. Und das wird auch so bleiben. Irgendwo muss das Geld ja hin - der Konsum der Überreichen ist halt endlich. Ein endloser Geld-Aktien-Geld-Wix.
Haben die Normalos auch erkannt und reiten die Welle jetzt mit. Was ich alleine in den letzten Jahren durch mein Haus und Aktien an Vermögen aufgebaut habe, ist beachtlich und wäre mit Sparbuch nicht möglich gewesen.
Beim Haus war es Glück und Mut. Bei Aktien eher ein längerer Weg. Habe auch viele andere (graue) Investments versucht und bin bei Aktien gelandet, da dort einigermaßen Gesetze gelten und durchsetzbar sind.
Nein, viel Geld lässt nicht die Assetpreise zum Mond schiessen. Gegenbeispiel sind Schweiz und Japan, die das extremer als EU und USA gemacht haben.
Und wie kommst du auf diese kühne These? Sind Immobilien in der Schweiz oder Japan besonders günstig?
Edit: Kurz mal den Artikel überflogen. Die These dort: Keine Inflation deshalb Geldmenge kein Thema. Ja, klar. Inflation wird auch über Konsum eines „Warenkorbes“ gemessen. Ich rede hier aber über Assetinflation und habe, wie dem aufmerksamen Leser nicht entgangen ist, auch geschrieben, dass Konsum der Überreichen (siehe Warenkorb) begrenzt ist und daher das ganze Geld in Assets geht.
Und die Assets wie Immobilien sind gerade in der Schweiz und Japan so unglaublich teuer, dass in der Schweiz gar nicht mehr vom Abzahlen eines Hauskredites ausgegangen wird. Die Kreditrate wird dort quasi als Miete betrachtet.
Assets wie Immobilien sind gerade in der Schweiz und Japan so unglaublich teuer…
Im Vergleich zu Europa, scheinen mir die Immobilien in Japan sehr preiswert.
Was ist eure Meinung dazu, dass günstige Anbieter die Aktien für Shorts weiterverleihen?
Meiner Meinung nach sind diese keine sichere Anlagen, da in einer Krise jemand anderes Anrecht auf die Aktien hat. Es muss doch damit gerechnet werden, dass dann durch eine Pleite des Anbieters nur ein Bruchteil des Vermögens eines Depots bei einer Liquidierung ausgezahlt werden kann.
Verliehene Aktien sind offene Forderungen und können bei einer Insolvenz ja eingeholt werden. Schwierig wäre also nicht wenn der Anbieter pleite geht, sondern der, der die Aktien geliehen hat. Das lässt sich aber prinzipiell absichern. Die Anbieter müssten halt auf eine gewisse Diversifizierung achten.
Das lässt sich aber prinzipiell absichern.
Wie denn? Die Aktie wird ja nicht zurückgegeben, weil nicht mehr das Geld da ist, um sie am Markt zu kaufen.
Ist doch normales Versicherungsgeschäft. Keine Ahnung wie Banken das in solchen Fällen genau machen, aber ich erwarte eigentlich, dass es nichts Außergewöhnliches ist.
Wer soll das denn versichern? Das Leihen der Aktie ist ja das Absicherungsgeschäft.
Es bräuchte eine Rückversicherung, die so viel Vermögen hat, welches sie in einer Krise liquidieren kann, ohne dass es an Wert verliert, dass sie alle ausstehenden Shorts auszahlen kann.
Kann das überhaupt gehen, sofern es die Versicherung überhaupt gibt?
Die einfachste Lösung wäre, dass der Ausleihende selbst versichert. Wenn der zum Beispiel Aktie X shorten will und dafür welche vom Neobroker leiht, könnte er im Ausgleich Aktie Y als Sicherheit hinterlegen.
Eine Standardversicherung gibt es vermutlich nicht, also werden da halt komplexe Deals zwischen Banken gemacht und mathematisch-versierte Leute quantifizieren Risiken und Aufschläge und so weiter. Prinzipiell lässt sich finanzielles Risiko sehr flexibel von einem zum Anderen schieben. Andere mathematisch-versierte Leute bei BaFin und so versuchen den Überblick zu behalten und schreiten gegebenfalls ein. Hat nicht immer funktioniert aber nichts ist perfekt.
Hat nicht immer funktioniert aber nichts ist perfekt.
Daher sollte man sich halt bei der Wahl des Brokers fragen, ob man das Risiko eingeht.
Hier die Primärquelle inkl. Diagrammen etc: https://www.dai.de/fileadmin/user_upload/260113_Aktionaerszahlen_2025_Deutsches_Aktieninstitut.pdf
MSCI World ist 0.000041 Prozentpunkte pro Investor gestiegen… nur für den Fall, dass es ein Schneeballsystem ist.

