

Klassisches Element der Faschismustheorie: Der Fein muss immer stark und schwach zugleich sein. Juden sind für den Faschisten daher absolut minderwärtige Untermenschen, die gleichzeitig im Geheimen die ganze Weltpolitik und das Finanzsystem kontrollieren. Genau da passt dann auch diese Theorie rein: Die Linke dominiert natürlich komplett den Zeitgeist, alle sind Woke, überall Schnitzelverbot und Genderpflicht, ist aber dann doch ein Haufen politisch völlig verblendeter unfähiger Trottel, die dann völlig stümperhaft durch eigene Fehler die Rechten an die Regierung stümpern.


Das ist ja gerade der Gag an der Geschichte. Die modernen Konservativen wollen ja nicht bewahren. Schau dir einen Trump an und du kannst jetzt nicht sagen, dass er als Bewahrer durchgeht, sondern er zerstört und zertrampelt ja alles. Auch ein Friedrich Merz und selbst eine Angela Merkel bewahren ja nicht das, was ist, sondern gestalten aktiv um.


Ich halte ja auch den Ursprungsartikel hier für heillosen Quatsch von einzelnen psychischen Kranken dann auf über 40 Millionen Menschen in diesem Land zu schließen und ihnen deswegen etwas vorzuwerfen, ist einfach falsch. Macht man das dann auf Basis des Geschlechtes, ist das halt Sexismus.


Schon ein merkwürdiges Urteil. Es steht ja klipp und klar im Selbstbestimmungsgesetz, dass Jeder selbst per Erklärung sein Wunschgeschlecht wählen kann. Das Gesetz zieht hier keinerlei Schranken vor, und daher ist es auch extrem merkwürdig, dass es ein Disziplinarverfahren gibt, wenn jemand dies dann tut. Selbst wenn es nur darum geht, eine diskriminierende Beförderungspraxis zu umgehen - entscheidend ist ja, dass jeder selbst bestimmen kann. Die Motivlage dahinter ist ja erstmal total egal.
Ich kann es auch verstehen, dass Menschen so handeln. Es ist nämlich richtig kacke und auch nicht zu vermitteln, dass man von Beförderungen ausgeschlossen wird völlig egal, wie gut die eigene Arbeit ist, nur aufgrund des Geschlechtes.


Die Union agiert in Sachen Bürgergeld ja eh völlig jenseits des Grundgesetzes. Das ist ja per Definition die Sicherung des Existenzminimums. Und wenn man es sich kritisch anguckt, ist es wirklich extrem knapp berechnet. Es gibt auch Urteile des Bundesverfassungsgerichtes, die genau festlegen, dass man dieses Existenzminimum nicht weiter streichen darf. Jetzt stellen sich diverse Unionspolitiker fleißig dahin und ergötzen sich an Hardcore-Streichungspornografie und wie sehr sie den faulen Bürgergeldempfängern dieses Existenzminimum nehmen möchten. Das funktioniert aber natürlich nicht in unserem Rechtsrahmen.
Dazu kommen dann sehr viele völlig ungeklärte Detailfragen. Ein gesetzlich versicherter bekommt natürlich die Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Aber welche dieser Leistungen möchte dieser Politiker denn jetzt für Menschen, die “noch nie gearbeitet haben”, streichen? Bekommen diese keine Psychotherapie, müssen diese bei Knochenbrüchen unbehandelt bleiben? Dürfen diese keine Unfälle haben, weil der Krankenwagen nicht mehr kommt? Oder dürfen diese nicht zur Vorsorge gehen? bekommen die keine Hilfe bei Schwangerschaften? Eines der großen Probleme ist, dass Politiker so etwas verbreiten können, ohne dass jemand mal wirklich kritisch nachfragt. Wenn kritisch nachgefragt würde, fällt dann sofort auf welche Scheiße das ist.


Es ist bitter zu sehen, wie gerade Leute systematisch bestraft werden, die in den letzten Jahren das Richtige gemacht haben und sich in Anbetracht der Klimakatastrophe vernünftig verhalten haben. Wer bereits ein E-Auto hat, profitiert null vom Tankrabatt. Der subventioniert alle, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben. Wer privat investiert hat und eine Solaranlage auf dem Dach installiert hat, wird hier jetzt wieder bestraft. Das zieht sich einmal komplett durch alle Genres - da gibt es dann massive Subventionen für Fleischkonsum, aber den höheren Mehrwertsteuersatz für Fleischalternativen. Wir subventionieren mal wieder mit Milliarden irgendwelche Autos (immerhin gerade eAutos) und wer Fahrrad fährt, geht leer aus. Beim Deutschlandticket erhöhen wir dann weiter fleißig die Preise. Und nachdem jahrelang verbreitet wurde, dass die Leute weniger fliegen sollen, sind dann während Covid völlig leere Flugzeuge völlig sinnlos rumgeflogen, schick subventioniert. Ich seh da auch schon wieder Rettungspakete für Fluggesellschaften kommen.
Wir subventionieren absichtlich den falschen Lebensstil und das ist bitter.


Da muss ich dir widersprechen. Im aktuellen Fall … war der Täter ja beim Psychodoc. Kurz vor der Tat. Der war anscheinend ja sogar in der Psychatrie. Und wenn du dann ankommst und als Tatursache Männlichkeitsbilder identifizierst, die dafür sorgen, dass Männer nicht zum Psychodoc gehen, dann passt das nicht wirklich zusammen. Das klingt so als ob du dich dann null mit dem konkreten Fall beschäftigt hast und lädst einfach überall deine eh schon existierende Agenda ab, egal ob das im konkreten Fall relevant ist.
Ich finde das daher etwas merkwürdig, gerade da es dann auch keine wirklichen Handlungsoptionen erschließt. Ja, wäre total gut, wenn alle Männer ihr Männlichkeitsbild kritisch anschauen und sich dann früher Hilfe holen. Aber: Das wird nicht passieren. Und das wird auch nicht passieren, weil irgendein anscheinend hart psychisch Erkrankter Menschen umgebracht hat. Da ist es dann schon interessanter und produktiver zu fragen, wieso jemand mit solchen Mordgelüsten dann überhaupt aus der Psychatrie entlassen werden konnte.


Realistisch gesehen: Der Täter wurde anscheinend gerade aus der Psychatrie entlassen, aber weitere Details oder gar ein Motiv sind öffentlich nicht bekannt. Mehr wissen wir aktuell nicht. Auf der Basis jetzt abzuleiten, dass das Motiv des Täters jetzt “toxische Männlichkeit” war, ist schlicht und einfach nicht möglich. Wenn man sich jetzt als Zeitung hinstellt und schon in der Überschrift dann Männer als das Problem darstellt, dann ist das halt Sexismus.


„Ein Mann muss stark sein, darf keine Schwäche zeigen, muss versorgen und durchhalten.“ Diese Glaubenssätze haben viele von uns noch im Gepäck – auch wenn wir sie intellektuell längst hinterfragt haben. Historisch war der Mann der Versorger, der „draußen“ für die Familie kämpft, während die Frau sich um Haus und Kinder kümmert. Nur: Diese Rollenteilung gibt es so kaum noch, die inneren Bilder aber bleiben hartnäckig. Gerade Väter stecken heute in einem doppelten Dilemma: Sie sollen weiterhin leisten und versorgen, aber gleichzeitig emotional verfügbar, präsent und engagiert sein. Das Spannungsfeld „Ich will ein guter Vater sein“ versus „Ich muss im Job abliefern“ zerrt an vielen (übrigens auch an Müttern). Und anstatt zu sagen „Das ist zu viel“, versuchen viele, einfach beides gleichzeitig perfekt hinzubekommen – bis nichts mehr geht
Das bittere ist ja: Das Rollenbild ist ja total korrekt. Wenn deine Frau maximal in Teilzeit arbeitet, damit das mit der Kinderbetreuung klappt und der Mann dann den Hauptteil des Einkommens ranschaffen muss und vllt. gar noch ein Immobilienkredit im Spiel ist, dann musst du leider wirklich stark sein, funktionieren, durchhalten. Da helfen dann halt auch keine superduper Tipps, am Ende muss jemand halt das Geld für die Family ranschaffen.
Zum Glück ist das Wetter wieder schlechter geworden!


Such dir am besten ein online veröffentlichtes Digitalisat. Zeitpunkt, Zeitungsportal & Anno haben ja auch Volltextsuche und du kennst das grobe Datum. Daher solltest du einen passenden Artikel in einer anderen Zeitung finden und dann kannst du das einfach mit der Quellenangabe selbst in die Wikipedia einbauen. Versuch es einfach mal, ist nicht schwierig und die Mitarbeit in der Wikipedia ist cool


In Naziforen und AfD-Kommentarspalten liest du bei entsprechenden Attentaten “Nicht alle Ausländer, aber jedes Mal ein Ausländer”. Muss so eine undifferenzierte Hetze gegen Bevölkerungsgruppen hier sein?


In der Tat - dafür dürften Menschen heute deutlich mehr schreiben als früher, wo jeder Brief aufwändig war und richtig Geld gekostet hat. Dafür hängt man dann heute in zig Chatgruppen ab und tippt den ganzen Tag


Hier die Zahlen dazu:
Während von den 6- bis 9-Jährigen erst 17 Prozent über ein eigenes Smartphone verfügen, sind es von den 10- bis 12-Jährigen bereits drei Viertel (76 Prozent). Unter den 13- bis 15-Jährigen haben 90 Prozent ein Smartphone, ab 16 Jahren mit 95 Prozent nahezu alle
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Ab-10-Jahren-haben-meisten-Kinder-eigenes-Smartphone
Im Kern ist das also eine total verständliche Entscheidung: Die wenigsten 6jährigen werden alleine mit der JugendBahnCard durch Deutschland fahren und bei den Älteren, bei denen das relevanter wird, gab es schon in 2024 eine enorme Smartphone-Dichte.


In der Tat - man darf sich wirklich fragen, welche schutzwürdigen Informationen über einen 1979 gestorbenen Typen es dann im Jahr 2026 noch geben kann.


Ich glaube, dass du einen guten Punkt hast bei dem Thema Steuern. Im Endeffekt wäre ein klares Verbot von extrem zuckerhaltigen und ungesunden Getränken und Nahrungsmitteln der bessere Weg. Die müssen eben nicht nur teurer werden, sondern es darf sie gar nicht geben.


Ich bin da etwas skeptisch. Natürlich darf man auch Themen kritisieren, ohne direkt einen komplett fertigen Gegenvorschlag aus der Schublade zu ziehen.


Ich muss auf der Arbeit durchaus telefonieren und es ist ein Graus. Zum einen kommen Telefonate ungefragt rein. Leute rufen an und es ist ihnen total egal, ob man gerade konzentriert in einer Aufgabe sitzt, man irgendwas mit jemandem im Büro bespricht oder ob andere Themen gerade wichtiger sind. Man ruft an und hat sich direkt auf Platz 1 der Prioritätenliste gedrängelt. Das stört wirklich massiv. Natürlich sortiere ich meine zu erledigende Arbeit nach Wichtigkeit. Und da kann es natürlich sein, dass ich bestimmte Sachen nach hinten schiebe. Der Kunde, der zum Beispiel das Angebot will, hinter dem weniger Umsatz steckt, bekommt dieses logischerweise nach dem Kunden, der ein größeres Angebot will. Dummerweise drängen sich dann die Telefontypen ständig vor.
Dazu kommt das große Problem, dass Kunden lügen. Ich kann ihnen am Telefon irgendetwas erzählen und dann drehen sie sich um und behaupten gegenüber anderen Kollegen, dass ich irgendwas ihnen so im Telefon gesagt hätte. Natürlich habe ich dir nicht versprochen, dass die Lieferung innerhalb von 2 Wochen erfolgen kann, Thorsten. Ich hab dir ausführlich erklärt, dass wir 6 Wochen brauchen und jetzt ruf nicht meinen Chef an und weine ihm vor, dass es nicht innerhalb von 2 Wochen geht. E-Mails verhindern vielleicht nicht diese Missverständnisse, auch da Lügen Kunden. Aber dann gibt es immerhin den Nachweis, dass ich dem Kunden 6 Wochen gesagt habe.
Außerdem wäre es halt auch sehr cool, wenn Organisationen, die Dinge gerne telefonisch machen wollen, dann auch telefonisch zu erreichen wären. Aber ich häng dann beim Arzt stundenlang in der Warteschlange, das olle Callcenter hat immer überdurchschnittliche Auslastung und der Arschkeks, der auf den AB labert und um Rückruf bittet, ist dann nie zu sprechen
Ach ja: Mails helfen auch, wenn Themen dann nach zig Monaten wieder auf die Agenda kommen. Ja, wir haben da irgendwie letzten fucking August mal drüber telefoniert. Nein, ich habe keine Ahnung, was da genau besprochen wurde an Details. Die Mail finde ich im Postfach und dann kann ich mich wieder einlesen
Ein weiteres Problem ist meiner Meinung nach, dass wir ja schon alle umfangreich auf Kameras überwacht werden. Aber dass daraus dann viel zu selten etwas passiert. Da wird dann am Bahnhof dein Fahrrad geklaut. Der Fahrradständer ist auch videoüberwacht. Aber es ist nicht so, dass dann wirklich groß ermittelt wird und ein Videobild des Täters rausgesucht würde. Oder gar, dass dann vielleicht gar geguckt wird, ob der Täter zum Tatort zurückkehrt, um weitere Fahrräder zu klauen.
Der ganze Überwachungsapparat hängt irgendwie so konsequenzlos herum. Du wirst überall gefilmt, aber es ist ja nicht so, dass jemand dann dahinter sitzt und zum Beispiel darauf achtet, ob stadtbekannte Taschendiebe in die Bahn einsteigen. Oder gar, dass jemand schaut, was passiert, wenn eine Horde Fußballfans in den Bus einsteigen.