Klassisches Element der Faschismustheorie: Der Fein muss immer stark und schwach zugleich sein. Juden sind für den Faschisten daher absolut minderwärtige Untermenschen, die gleichzeitig im Geheimen die ganze Weltpolitik und das Finanzsystem kontrollieren. Genau da passt dann auch diese Theorie rein: Die Linke dominiert natürlich komplett den Zeitgeist, alle sind Woke, überall Schnitzelverbot und Genderpflicht, ist aber dann doch ein Haufen politisch völlig verblendeter unfähiger Trottel, die dann völlig stümperhaft durch eigene Fehler die Rechten an die Regierung stümpern.
Die Rechte ist kein Echo linker Fehler
Ja, aber was die meisten (inklusive mir) tatsächlich damit meinen, ist:
Die schwache Linke ist ein Echo linker Fehler.Genau. die Linke verliert sich in dummen kultur- und identitätspolitischen Grabenkämpfen, die nur eine sehr kleine Gruppe von sehr merkwürdigen Leuten in einem sehr merkwürdigen Elfenbeinturm ansprechen, und vernachlässigt die Leute, die sie am Meisten bräuchten, und die dann rechter Bauernfängerei anheimfallen.
Treffen sich 3 Linke, bilden sich 4 Splittergruppen.
Der wird nie alt
die Linke verliert sich in dummen kultur- und identitätspolitischen Grabenkämpfen, die nur eine sehr kleine Gruppe von sehr merkwürdigen Leuten in einem sehr merkwürdigen Elfenbeinturm ansprechen
Das hat dir dein Lieblingsrechtspopulist toll erklärt. Denn wir müssen ja gar nicht einfach die Aufen öffnen, um zu sehen, wer tatsächlich ständig Kulturkampf betreibt, um von ihrer Politik gegen die Menschen abzulenken… 😂
Nein, ich habe selbst diese Kulturkampf-Spinner erlebt. Dafür braucht man keine Lieblingspopulisten, man muss sich nur mal in selbsternannten “linken” Kreisen bewegen.
Yep. Hier wird auch gerne irgendeiner rechten Verschwörung, dem Elon, der Bild, allen möglichen Sachen die Schuld gegeben, dass linke politische Position nicht mehrheitsfähig artikuliert werden können. Wenn man mit seinen maximal Forderungen halt jeden irritiert, braucht man sich nicht wundern, wenn einen dann keiner wählt.
was für linke maximal Forderungen?
ich les wenig von forderungen Konzerne zu zerschlagen und zu vergesellschaften, nix von größerer Bürgerbeteiligung über Rätesysteme…
eine weniger ausnutzungswillige Erbschaftssteuer oder die Widereinführung der Vermögenssteuer zur Finanzierung von dingen wie Kitas, Altenpflege oder dem Sozialstaat in irgendeiner Form kann wohl kaum als maximal Forderung durchgehen, wenn rechts von Konzentrationslagern in Afrika fabuliert wird, Fossilkonzerne und autoritäre Techbros ohne ende subventioniert werden und sozialsysteme geschleift werden.
ich les wenig von forderungen Konzerne zu zerschlagen und zu vergesellschaften, nix von größerer Bürgerbeteiligung über Rätesysteme…
Bei Leuten die unironisch 15% Vermögenssteuer für Milliardäre fordern läufts auf eine effektive beendigung unseres Wirtschaftssystems raus. Wer den Zinseszins nicht versteht sollte nicht mit solchen Forderungen hantieren. Das meine ich mit Maximalforderungen.
oder die Widereinführung der Vermögenssteuer zur Finanzierung von dingen wie Kitas, Altenpflege oder dem Sozialstaat
Ja, fordert nie jemand ne Steuererhöhung für überhöhte Beamtenpensionen, dusselige Mautprojekte und Prestigeprojekte wie Olympia. Wird nur auch daraus bezahlt.
wenn rechts von Konzentrationslagern in Afrika fabuliert wird
Ich schrieb oben, warum Leute nicht Links wählen. Die wählen deswegen noch keine Konzentrationslager.
Adenauer hat unironisch eine Vermögensabgabe von 50% umgesetzt. Der linke Spinner hat wohl den Zinseszins nicht verstanden 😅 (was auch immer der Zinsezins mit einer Vermögensteuer zu tun hat)
Adenauer hat unironisch eine Vermögensabgabe von 50% umgesetzt.
Das war eine Einmalige Abgabe und ist was komplett anderes als einer jedes Jahr wiederkehrende Steuer.
was auch immer der Zinsezins mit einer Vermögensteuer zu tun hat
Denk noch mal hart drüber nach, vielleicht musst du ein Vorzeichen umkehren aber dann kommst du vielleicht drauf.
Menschen, die nicht nennenswert zwischen 0,15 % 1,5 % oder 15 % unterscheiden können und für die einmalige Abgaben dasselbe sind wie jährlich wiederkehrende Steuern, sollten vielleicht weniger wild mit Vorschlägen um sich werfen.
Eine 15% besteuerung ist eine Reduktion von über 80% über die nächsten 10 Jahre. Das ist faktische Enteignung. Das haut unser Wirtschaftssystem aus den Fugen.
Das war eine Einmalige Abgabe
Gestreckt über 30 Jahre, also eine jährliche Abgabe in einer relativ großen Größenordnung. Und da kam ja noch die reguläre Vermögensteuer on Top. Aber gut, dann lass uns halt Milliardäre alle 30 Jahre mit 50% Abgabe belegen (oder 60%, why not?), und dann erheben wir eine niedrigere Vermögensteuer. Dann sind wir auf Adenauerkurs und unser Wirtschaftssystem gerettet.
Eine 15% besteuerung ist eine Reduktion von [über 80% über die nächsten 10 Jahre]
Regt sich über Menschen auf, die den Zinseszins angeblich nicht verstehen, aber versteht Steuerprogression nicht. Wenn jemand genug Vermögen hat, um 10 Jahre 15% abgeben zu müssen und immer noch in den Sphären liegt, dass er weiterhin 15% abgeben muss…ist er halt immer noch Milliardär. Ja wow, hat dann nach 10 Jahren statt 20 Milliarden Euro Vermögen nur noch 4 Milliarden Euro Vermögen…buhuu, diese Person wurde “faktisch enteignet” und steht nun bei der Tafel an.
Plus deine Rechnung unterschlägt ja auch fein wiederum die Zinsen, die der Milliardär in der Zeit erwirtschaftet 😅.
Ja, du findest es halt okay das Vermögen von Menschen faktisch zu kappen und es stattdessen dem Staat zu übereignen. Ich finde das nicht okay. Und die Geschichte war nicht gnädig zu Ländern, die das auf die eine oder andere Art versucht haben.
Zuletzt bekommen sie ja genau keine Zinsen, weil das Geld nicht in bar irgendwo herumliegt, sondern zu 99 % in Unternehmungen investiert ist, die dann eben ausgepresst oder veräußert werden. dauerhaft 15 % macht einfach keiner.
Ich schrieb oben, warum Leute nicht Links wählen. Die wählen deswegen noch keine Konzentrationslager.
dann schau dir mal an wer so alles von Flüchtlingslagern in Drittstaaten labert. leute wählen genau sowas.
Ja, fordert nie jemand ne Steuererhöhung für überhöhte Beamtenpensionen, dusselige Mautprojekte und Prestigeprojekte wie Olympia. Wird nur auch daraus bezahlt.
das Geld für Humbuk ausgegeben wird, ist kein Argument dagegen die Staatseinnahmen auf eine Art und Weise zu erhöhen, von der Leute, die diese Last tragen würden nichtmals real etwas merken würden.
das Geld für Humbuk ausgegeben wird, ist kein Argument dagegen die Staatseinnahmen auf eine Art und Weise zu erhöhen, von der Leute, die diese Last tragen würden nichtmals real etwas merken würden.
Das ist genau der Punkt. Wir alle würden von 15 % Vermögenssteuern im Jahr etwas merken. Da schmelzen Vermögen dahin.
Bei Leuten die unironisch 15% Vermögenssteuer für Milliardäre fordern läufts auf eine effektive beendigung unseres Wirtschaftssystems raus.
Warum?
Weil mit sowas über zehn Jahre 80 % des Vermögens an den Staat wandern.
Könntest du uns das einmal vorrechnen, bitte?
Und: In die Steuerkasse meinst du? Aus der es dann uns allen zu Gute kommt? Zugegeben, sicher nicht mit der momentanen Regierung, aber mit der wird es auch keine solche Steuer geben.
Wenn “unser Wirtschaftssystem zusammenbricht”, wenn alle profitieren, dann sollten wir es vielleicht ändern.
Könntest du uns das einmal vorrechnen, bitte?
Klar, oder halt jeder bessere Zinsrechner https://www.zinsen-berechnen.de/zinsrechner.php?paramid=fsoxwg16y4
Aus der es dann uns allen zu Gute kommt?
So das Versprechen. Ich jedenfalls bin jetzt schon bei >50 % Abgabenlast auf mein Arbeitseinkommen, bekomme seit ich 15 bin gesagt, dass ich privat Vorsorgen muss und darf mich dann im Alter auf eine Vermögenssteuer freuen, die meinen Lebensabend teurer macht.
Wenn “unser Wirtschaftssystem zusammenbricht”, wenn alle profitieren, dann sollten wir es vielleicht ändern.
Genau das stelle ich infrage. Es können natürlich nicht alle profitieren wenn einge was abgeben müssen. Ab ner Million betrifft das in Deutschland… Millionen. Selbst ab ner Milliarde, die paar Bonzen mögen dir egal sein, die werden das Geld aber irgendwo auftreiben müssen. Verkaufen also anteile, gehen mit privat gehalteten Firmen an die Börse, steigern die Renditeerwartung an ihre Unternehmen. Das wird Auswirkungen haben.
was für linke maximal Forderungen?
Gemeint ist in solchen Fällen normalerweise diie hirnverbrandte Forderung nach < “hier bitte zufälliges Statement einfügen, das du ablehnst” – ihre rechte Presse>. Und sobald sich in Umfragen ein Thema gar als “mehrheitsablehungsfähig” herauskristallisiert, wird es wieder monatelang medial durchs Dorf getrieben als wäre es tatsächlich eine wichtige (oder überhaupt existierende) Forderung.
du musst anderen lemmingen keine worte in den Mund legen, das wirkt überheblich und ist super langweilig.
Mach ich auch nur, wenn jemand dumme Fragen stellt, als würde er den peinlichen rechten Kulturkampf, kombiniert mit der Halluzination angeblicher linker Kulturkampfthemen (sprich die allgegenwärtige Projektion), nicht 24/7 in allen Medien sehen…
Oder wann hast du das letzte Mal ernsthafte Vorschläge, wie sie massenhaft im Parteiprogramm stehen, auch nur erwähnt gesehen?
lies meinen kommentar nochmal und überlege ob das ne Frage war auf die eine Antwort erwartet wird.
Mhm. Gendern zum Beispiel?
Nö, betrifft mich nicht und gibt genug schlechte linke Ideen, die nicht nur Kulturkampfpseudothema sind.
Ja was denn zum Beispiel?
Vermögenssteuer, die Linke möchte das schon nach der ersten Million. Da wird bald jeder Eigenheimbesitzer, Inflation sei dank, fällig werden.
Ja Vermögenssteuer. Wie viel zahlt denn dann jemand mit Einer Million extra?
Je nachdem welcher Vorschlag gewinnt. Gegenfrage: Du bist Freiberufler und möchtest deine Altersvorsorge auf ETF aufbauen. Du hättest gerne 3000 Euro Netto im Monat zum ausgeben. Wie viele Millionen Vermögen denkst du brauchst du dafür?
Die Linke ist dafür leider zu oft eine Echokammer für sich selbst.
deleted by creator
n schlecht, oder vllt absichtlich provokant, geschriebener Artikel ist definitiv Anzeichen dafür das mans mit dem Feminismus übertreibt.
nee, aber ich glaube schon, dass Männer und erst recht Männer mit psychischen Problemen häufiger Gewalt anwenden als Frauen, viel mit beknackten Rollenbildern zu tun hat, ist also eher n grund für mehr Feminismus.
Das erinnert mich ein bisschen an meinen alten Englischunterricht.
Wir hatten uns mit den US-Südstaaten und dem Leben nach dem Bürgerkrieg beschäftigt. Vielen tat damals der Verlust von „Status“ fast am meisten weh. Denn vorher waren sie zwar oft selbst arm und ungebildet und besaßen häufig nicht einmal eigene Sklaven. Aber! Immerhin waren sie ja noch weiß und damit nach ihrer rassistischen Ideologie zumindest gesellschaftlich über schwarzen Menschen eingeordnet.
Mit der Niederlage und der Abschaffung der Sklaverei waren Schwarze dem Gesetz nach zumindest formal nicht mehr rechtlich untergeordnet. Für viele Weiße war diese Vorstellung von Gleichstellung nicht mit ihren bisherigen Rollen- und Weltbildern vereinbar.
Diese Angst vor sozialem und politischem Machtverlust wurde dann auch zu einem wichtigen Nährboden für den Ku Klux Klan, Lynchmorde und später die Jim-Crow-Rassentrennung.
Einfach der Versuch mit Gewalt an alten Strukturen festzuhalten, egal wie ungerecht, rückständig und schlichtweg absurd diese auch gewesen sein mögen.










